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Die Streckenposten versuchten vergeblich den Belag vom Öl zu reinigen © LCR-Honda

Die Rennleitung musste die Nachmittagstrainings aller Klassen absagen - Öl auf der niederländischen Strecke in Assen machte den Fahrbetrieb unmöglich

Der erste Trainingstag der Motorrad-WM in Assen war kurz. Nachdem am Vormittag die 125er-Klasse und die MotoGP ganz normal ihre Trainings absolviert hatten, war die Moto2 an der Reihe. Der ganze Vormittag war bereits verregnet, weshalb es in der mittleren Klasse zu einigen Stürzen kam. Das Problem war aber, dass die Maschine von Alex Baldolini Öl versprühte. Der Italiener fuhr zurück an die Box und verteilte das Öl auf der Strecke. Die Rennleitung entschied sich deshalb dafür, das Training vier Minuten vor Ablauf der Zeit abzubrechen.

Die Streckenposten machten sich an die Reinigung, aber das stellte sich als vergeblicher Versuch heraus. Das zweite 125er-Training wurde bereits verschoben. Zu Beginn des zweiten MotoGP-Trainings kam die Meldung, dass das Training statt um 14:10 Uhr um 14:30 Uhr losgehen würde. Um 14:20 Uhr sagte die Rennleitung schließlich den gesamten Nachmittag ab. Bindemittel konnte aufgrund der nassen Strecke nicht aufgetragen werden. Mit Wasser versuchte man das Öl von der Strecke zu spülen. Da über zwei Stunden gearbeitet wurde, ist den Streckenposten ersten Gerüchten zufolge das Wasser ausgegangen.

Außerdem stand für die Rennleitung die Sicherheit der Fahrer im Vordergrund. In den vergangenen Wochen gab es bereits einige Verletzungen und Knochenbrüche in allen drei Klassen. Zudem blieb nicht genug Zeit, um alle drei Klassen nach der Verschiebung noch unterzubringen. Da nicht mehr trainiert wurde, blieb es bei den Ergebnissen vom Vormittag. In der MotoGP fuhr Gresini-Honda-Pilot Marco Simoncelli die Bestzeit, gefolgt von seinem italienischen Landsmann Valentino Rossi.

Der neunfache Weltmeister ist in Assen erstmals mit der GP11.1 unterwegs, die aus dem Chassis für die kommende Saison besteht und über eine neue Motorausbaustufe und ein neues Getriebe verfügt. WM-Spitzenreiter Casey Stoner (Honda) klassierte sich auf dem dritten Rang. Yamaha-Pilot Jorge Lorenzo reihte sich hinter Andrea Dovizioso (Honda) auf dem fünften Rang ein.

In der Moto2 fuhr einmal mehr Stefan Bradl die Bestzeit. Der Deutsche setzte seine Form vom verregneten Silverstone fort und belegte auch im nassen Assen Position eins. Die weiteren deutschsprachigen Piloten landeten nicht im Spitzenfeld. Der Schweizer Tom Lüthi klassierte sich als Sechster, während seine Landsleute weiter hinten zu finden waren. Randy Krummenacher reihte sich an der 24. Position ein, Dominique Aegerter auf 32. Max Neukirchner beendete den Trainingsauftakt als 18.

In der 125er-Klasse gaben zwei Deutsche den Ton an. Jonas Folger ist mittlerweile wieder gesund und topmotiviert nach seinem ersten Grand-Prix-Sieg in Silverstone. Den positiven Trend setzte der 17-Jährige sofort auf der Strecke um und fuhr Bestzeit. Sein Landsmann Sandro Cortese klassierte sich als Zweiter, während WM-Spitzenreiter Nicolas Terol zur Abwechslung nicht Trainingsschnellster war, sondern hinter Maverick Vinales Vierter wurde.

Einen starken Einstand hatte Luca Grünwald, der in seinem ersten WM-Training mit Platz 14 ein Ausrufezeichen setzte. Mahindra-Pilot Marcel Schrötter nutzte die nassen Bedingungen und reihte sich an der zwölften Stelle ein. Giulian Pedone aus der Schweiz wurde 22.

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