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Valentino Rossi hat mit der neuen GP11.1 sofort ein gutes Gefühl gefunden © Ducati

Valentino Rossi will nach einer Trainingssitzung noch kein Urteil über die GP11.1 abgeben, aber das Gefühl ist positiv - Nicky Hayden in Assen in Problemen

Ducati ist mit einigen technischen Veränderungen nach Holland gereist. Nicky Hayden verfügt über ein weicheres Chassis an seiner GP11. Teamkollege Valentino Rossi hatte eine ganz andere Maschine zur Verfügung. In den Rahmen der GP12, die eigentlich für das kommende Jahr gebaut wurde, steckten die Mechaniker einen aktuellen 800er-Motor. Dieser war ebenfalls überarbeitet, genau wie das Getriebe. Für relevante Tests sollte es im Idealfall trocken sein. Ducati traf es gleich doppelt, denn am Vormittag war die Strecke nass und das Nachmittagstraining musste überhaupt gestrichen werden.

Dennoch zeigte Rossi das Potenzial des neuen Materials auf. Konstant war der neunfache Weltmeister in der Spitzengruppe zu finden und wurde schlussendlich nur von seinem italienischen Landsmann Marco Simoncelli (Gresini-Honda) geschlagen. "Wir hatten nur ein Training mit dem neuen Motorrad, also ist es noch zu früh um ein Urteil darüber abzugeben", sagt Rossi zu seinem zweiten Platz. "Das erste Gefühl ist aber positiv. Die GP11 ist bereits im Nassen gut gelaufen, aber die GP11.1 hat nicht nur die positiven Aspekte behalten, sondern gefällt mir etwas besser. Ich bin neugierig darauf, sie auch im Trockenen zu probieren."

"Leider wurde das zweite Training gestrichen. Es wäre schön gewesen, die Arbeit fortzusetzen, egal ob im Trockenen oder im Nassen. Am Freitag haben wir eineinhalb Stunden Trainingszeit. Trotzdem müssen wir anders arbeiten, denn wir können nicht so viele Änderungen vornehmen, wie in zwei getrennten Trainings", streicht Rossi die Nachteile hervor.

"Im Moment bin ich zufrieden. Das neue Getriebe hilft bei der Beschleunigung am Kurvenausgang. Das Hinterrad verhält sich stabiler. Ich kann jetzt viel natürlicher fahren. Wir müssen noch Kleinigkeiten an der Charakteristik verbessern, aber das wissen wir arbeiten daran." Die Rundenzeiten waren bei den wechselhaften Bedingungen nicht sehr aussagekräftig. Hayden hatte mit dem alten Material, aber mit einem veränderten Rahmen 1,8 Sekunden Rückstand auf seinen Teamkollegen.

"Der Vormittag ist für mich nicht so gut verlaufen", sagt der US-Amerikaner zu Platz neun. "Ich habe kein gutes Gefühl gefunden und es gab einige Probleme. Die Kupplung hat am Kurveneingang nicht richtig funktioniert. Wir haben bis Trainingsende auch nicht verstanden warum das so war. Ich war nicht sehr schnell. Das ist nicht gut, denn in Silverstone war ich im Nassen stark."

"Die Absage am Nachmittag ist etwas enttäuschend, denn du hast deine Lederkombi an und willst hinausfahren. Für die Hardcore-Fans und die Leute, die sich das Training im Fernsehen ansehen wollten, war es schade, denn sie haben abgewartet. Die Offiziellen haben aber die richtige Entscheidung getroffen. Wir werden sehen wie das Wetter am Freitag ist. Wir müssen aus allen Bedingungen einen Vorteil ziehen."

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