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Bei Defekten fahren die Piloten oft an die Box und verteilen Öl auf die Strecke © Honda

Die Nachmittagstrainings mussten am Donnerstag in Assen abgesagt werden, weil viel Öl auf der Strecke war - Für Casey Stoner sind die Viertakter der Auslöser dafür

Am Donnerstag mussten in Assen die Nachmittagstrainings abgesagt werden, weil viel Öl auf der Piste verteilt war. Die Streckenposten bemühten sich unermüdlich und versuchten den Belag zu reinigen. Es klappte aber nicht rechtzeitig. Bis 23:00 Uhr am Abend dauerten die Arbeiten, damit der Freitag planmäßig über die Bühne gehen konnte. Das Öl kam von einigen Moto2-Maschinen. Marc Marquez stürzte und fuhr anschließend mit seiner Suter an die Box. Ihm war nicht bewusst, dass die Motorabdeckung bei dem Sturz beschädigt wurde und Öl austrat.

Danach fuhr Alex Baldolini mit einem technischen Defekt zurück zu seiner Mannschaft, obwohl viel Öl aus der Ölwanne auslief. Der Regen war in dieser Situation auch nicht hilfreich, weil man in der Gischt das Öl schwer sah. Zudem konnten die Streckenposten kein Bindemittel auftragen. "Es ist schwierig das Öl zu sehen, wenn die Motorräder das Wasser aufwirbeln", wird Stoner von der 'GPweek' zitiert. "Wir werden vermutlich mehr Probleme sehen, wenn im kommenden Jahr Viertakter in der Moto3 fahren."

"Wenn ein Viertakter kaputt geht, dann ist es nicht so wie bei einem Zweitakter, der plötzlich eingeht. Man fühlt, dass man Kraft verliert. Das kann aber verschiedene Gründe haben, auch die Elektronik zum Beispiel. Bevor der Motor nicht komplett den Geist aufgibt, weiß man nicht, dass er kaputt ist. Wir haben viele Fahrer gesehen, die deshalb Öl auf der Strecke verteilt haben ohne es zu wissen." Für Stoner gibt es eine einfache Lösung: "Wir sollten immer noch mit Zweitaktern fahren. Problem gelöst."

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