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Weltmeister Jorge Lorenzo hat die Honda-Piloten in Schach gehalten © Yamaha

Weltmeister Jorge Lorenzo ist im letzten Training vor der entscheidenden Qualifikation in Mugello die schnellste Motorrad-Runde überhaupt auf dieser Strecke gefahren

Im dritten Freien Training in Mugello herrschten gute Bedingungen. Da das zweite Training am Vortag durch den Regen praktisch wertlos war, herrschte am Samstagvormittag viel Fahrbetrieb. Die meiste Zeit der 45 Minuten wechselten sich die beiden Honda-Piloten Marco Simoncelli und Casey Stoner an der Spitze ab. Auch Jorge Lorenzo mischte mit seiner Yamaha vorne mit. In den letzten Minuten wurden die schnellsten Runden gefahren. Lorenzo brannte kurz vor dem Fallen der Zielflagge eine Zeit von 1:48.080 Minuten in den Asphalt.

Das war die schnellste jemals in Mugello gefahrene Runde. Simoncelli konnte nicht mehr kontern und musste sich mit einem Rückstand von 0,331 Sekunden mit dem zweiten Platz zufrieden geben. Auch Stoner konnte am Ende nicht mehr zulegen und wurde Dritter. Der Australier lag bereits über sechs Zehntelsekunden zurück. Im Gegensatz zu Lorenzo setzten die beiden Honda-Piloten nicht auf den weichen Reifen. Assen-Sieger Ben Spies (Yamaha) mischte ebenfalls wieder im Spitzenfeld mit. An die Traumrunde seines Teamkollegen kam der US-Amerikaner als Vierter nicht heran.

Bester Fahrer auf einer Kundenmaschine war Colin Edwards (Tech-3-Yamaha) auf Platz fünf. Er lag bereits mehr als eine Sekunde zurück. Der "Texas Tornado" hat weiterhin Muskelschmerzen beim Brustkorb von seinem bösen Sturz in Barcelona. Andrea Dovizioso konnte nicht das Tempo der Spitze mitgehen und reihte sich mit seiner Repsol-Honda auf Platz sechs ein. Schnellste Ducati war Nicky Hayden, der mit den Step1 und Step2-Chassis experimentierte, als Siebter. Der Rückstand auf Lorenzo betrug 1,6 Sekunden.

Hayden hatte auch eine Schrecksekunde, denn ein Feldhase überquerte direkt vor seinem Vorderrad die Strecke. Das war knapp! Valentino Rossi präsentierte am Samstag traditionell seinen neuen Helm, der extra für Mugello angefertigt wurde. Zu sehen war sein Augapfel. Mit der GP11.1 reihte sich der neunfache Weltmeister auf Platz acht ein. Als die Zeit abgelaufen war und der Italiener zurück an die Box kehrte, schob er seine Ducati wieder an. Ein weiterer Technikdefekt?

Pramac-Pilot Randy de Puniet blieb knapp unter der Zweisekundenmarke und kam auf Rang neun. Alvaro Bautista mit der einzigen Suzuki im Feld rundete die Top 10 ab. Rookie Cal Crutchlow setzte seinen Lernvorgang der schnellen Strecke fort. Dabei kam er mit seiner Tech 3 einmal in der ersten Kurve von der Strecke ab. Unter dem Strich klassierte sich der Brite als Elfter.

Dani Pedrosa drehte insgesamt 18 Runden und war weit vom Tempo der Spitze entfernt. Mit 2,2 Sekunden Rückstand reihte sich der Honda-Werkspilot an der zwölften Stelle ein. Hiroshi Aoyama kam mit seiner gewohnten Gresini-Honda auch nicht auf schnelle Rundenzeiten und wurde 13. Rookie Karel Abraham (Cardion-Ducati), Moto2-Weltmeister Toni Elias (LCR-Honda) und Hector Barbera (Aspar-Ducai) belegten die letzten Plätze.

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