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Casey Stoner fuhr vor dem großen Regenschauer die schnellste Runde © Repsol

Honda-Pilot Casey Stoner hat sich in Mugello seine fünfte Pole-Position der Saison gesichert - Valentino Rossi mit seiner Ducati abgeschlagen auf Platz zwölf

Zu Beginn der Qualifikation war die Strecke in Mugello noch leicht feucht, weil es davor während des 125er Qualifyings geregnet hatte. Der Belag war aber soweit abgetrocknet, dass alle Fahrer mit Slicks hinausfahren konnten. Alle Piloten gingen aufgrund der ungewissen Wettersituation sofort mit der weichen Mischung auf die Strecke. Es trocknete aber schnell auf und die Kräfteverhältnisse zeigten wieder ihr normales Bild. Casey Stoner brannte eine Runde in 1:48.034 Minuten in den Asphalt und stellte damit einen neuen Rundenrekord auf.

In der zweiten Hälfte der Qualifikation fing es wieder zu regnen an und es gab keine Zeitenverbesserungen. Yamaha-Pilot Ben Spies hatte sich bis dahin den zweiten Startplatz gesichert. Sein Rückstand war mit 0,445 Sekunden bereits groß. Marco Simoncelli komplettierte mit der Gresini-Honda die erste Startreihe.

Andrea Dovizioso fuhr zu Beginn bei rutschigen Verhältnissen schnelle Runden und nutzte seine Erfahrung vom Vortag. Im kurzen trockenen Fenster klassierte sich der Honda-Pilot vor heimischer Kulisse auf dem vierten Platz. Weltmeister Jorge Lorenzo konnte seine Zeit vom Vormittagstraining nicht reproduzieren. Von Startplatz fünf wird der Yamaha-Pilot am Sonntag seinen Angriff starten. Routinier Colin Edwards (Tech-3-Yamaha) wurde Sechster und war damit der schnellste Pilot auf einer Kundenmaschine.

Sein Teamkollege Cal Crutchlow ist an diesem Wochenende zum ersten Mal in Mugello unterwegs und musste erst die Geheimnisse der schnellen Strecke lernen. Der Brite setzte seine Qualifyingstärke erneut um und eroberte Platz sieben. Dani Pedrosa kam bei seinem Comeback nach dem Schlüsselbeinbruch auf Rang acht. Der Spanier hatte einen Rückstand von 1,3 Sekunden auf seinen Teamkollegen an der Spitze.

Nicky Hayden schaffte es als Neunter in die dritte Startreihe. Auf der offiziellen Ducati-Teststrecke fehlten dem US-Amerikaner mit der GP11 1, 4 Sekunden auf Stoner. Für seinen Teamkollegen Valentino Rossi mit der neuen GP11.1 lief es noch schlechter. Startplatz zwölf und ein Rückstand von 1,8 Sekunden sorgte für keine Freude auf den gut gefüllten Tribünen. Das wechselhafte Wetter half dem neunfachen Weltmeister auch nicht bei der Suche nach der idealen Abstimmung für das neue Motorrad.

Zwischen die beiden Werksfahrer schoben sich zwei Ducati-Kundenpiloten. Hector Barbera verbesserte sich von den Freien Trainings auf Platz zehn. Rookie Karel Abraham qualifizierte sich als Elfter einmal mehr vor Superstar Rossi. Hiroshi Aoyama fand bei seiner Rückkehr zu Gresini-Honda nicht das Vertrauen zu seinem Motorrad und lag über zwei Sekunden zurück. Hinter dem Japaner landete Alvaro Bautista mit der einzigen Suzuki im Feld an der 14. Stelle.

Randy de Puniet ist an diesem Wochenende Einzelkämpfer für Pramac-Ducati, da Loris Capirossi verletzt passen musste. Für den Italiener wird Sylvain Guintli beim Testtag am Montag fahren. Sollte "Capirex" länger pausieren müssen, wird der Franzose auf dem Sachsenring und in Laguna Seca für Pramac fahren. De Puniet hatte im Qualifying Probleme und wurde 15. und damit Vorletzter. Die rote Laterne trug einmal mehr Moto2-Weltmeister Toni Elias (LCR-Honda), dem 2,7 Sekunden fehlten.

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