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Assen-Sieger Ben Spies kämpfte Marco Simoncelli in der letzten Runde nieder © Yamaha

Yamaha-Pilot Ben Spies hat sich in Mugello gegen Marco Simoncelli durchgesetzt - Der Gresini-Honda-Fahrer ist froh, dass er wieder einmal ins Ziel gekommen ist

Hinter dem Dreikampf um das Podium duellierten sich in Mugello Marco Simoncelli (Gresini-Honda) und Ben Spies (Yamaha) um den vierten Platz. Bereits in der ersten Rennhälfte verlor das Duo den Anschluss an die Spitze. In der letzten Runde setzte Spies das entscheidende Manöver und fuhr knapp vor dem Italiener über die Linie. Nach seinem Assen-Sieg hat der Texaner als Vierter wieder solide Punkte gesammelt. Dagegen verpasste "Super Sic" auch vor heimischem Publikum seinen ersten Sprung auf das Podium.

"Es war ein sehr hartes Rennen, weil es sehr heiß war und die Streckenbedingungen für uns neu waren", sagt Simoncelli zu seinem Nachmittag. "Ich hatte deshalb nicht das gleiche Gefühl wie im Training. Die ersten Drei sind ein etwas höheres Tempo gefahren. Ich konnte sechs, sieben Runden mithalten, habe dann aber den Anschluss verloren. Ich wollte Spies am Ende abwehren, aber er war in der letzten Kurve schneller und hat mich auf der Innenseite überholt."

"Ich bin zufrieden, denn es war ein heißes und langes Rennen. Es war ein positives Wochenende, denn es war sehr wichtig ins Ziel zu kommen. Komisch ist, dass ich in einem engen Rennen, in dem die Top 5 innerhalb von neun Sekunden liegen, alles richtig mache. Wenn das Feld auseinander gezogen ist und ich die Möglichkeit habe, ein paar Positionen gutzumachen, dann passiert irgendein Desaster."

"Es war ein gutes Rennen. Simoncelli und ich haben es ausgekämpft", freut sich Spies nach dem aufreibenden Grand Prix. "Zu Beginn sind mir ein paar Fehler passiert, die mich ärgern. Bei den Rundenzeiten zählten wir nicht zu den Schnellsten, aber wir waren nur eine Spur hinter dem Kampf um das Podium. In der dritten und in der sechsten Runde sind mir entscheidende Fehler passiert, weshalb die erste Gruppe vorne weggefahren ist."

"Wir haben einen guten Job gemacht, indem wir wieder zu Marco aufgeschlossen haben. Als ich sah, dass wir die Führenden nicht einholen würden, habe ich Marco vorbeigelassen. Ich wollte, dass er mich zieht, damit ich sehe wo er stärker ist als ich. Ich habe bis zur letzten Runde gewartet - bis zur letzten Kurve. Er hat mir die Türe weit offen gelassen, also bin ich durchgeschlüpft und Vierter geworden."

"Für Yamaha sind ein Sieg und Platz vier toll. Ich wäre gerne auf dem Podium gewesen, aber das geht nicht immer. Marco und ich hatten Spaß. Wir haben uns einige Male überholt. Er ist sauber gefahren, also war ich glücklich." Mit den jüngsten Erfolgen hat sich Spies in der WM bereits auf Platz sechs nach vorne gearbeitet.

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