vergrößernverkleinern
Valentino Rossi musste gegen die Kunden-Ducati von Barbera (8) kämpfen © Ducati

Nach einem schlechten Start kämpfte sich Ducati-Star Valentino Rossi bei seinem Heimrennen in Mugello noch auf den sechsten Platz - Nicky Hayden Zehnter

Ducati war beim wichtigen Heimrennen in Mugello nicht konkurrenzfähig. Dafür zeigten die beiden Werkspiloten kämpferische Leistungen. Nicky Hayden startete gut, doch bereits in der Anfangsphase kam der US-Amerikaner von der Strecke ab und fiel auf die letzte Position zurück. Von da an startete er eine Aufholjagd, die ihn noch auf Platz zehn brachte. Teamkollege Valentino Rossi kam am Start überhaupt nicht weg und bog praktisch als Letzter in die erste Kurve ein. Mit starken Manövern kämpfte sich der neunfache Weltmeister durch das Feld, führte die Verfolgergruppe an und kam schließlich als Sechster ins Ziel.

"Das Motorrad ist in verschiedenen Aspekten anders als jenes, mit dem wir die Saison gestartet haben. Wir sind uns bewusst, dass wir weiter entwickeln müssen, aber bereits zu diesem Zeitpunkt hat es sich gezeigt, dass wir bei der Abstimmung viel finden können", sagt der Weltmeister zu der GP11.1. "Das Problem ist recht klar. Wir müssen die Abstimmung verbessern, aber auch gleichzeitig etwas finden, damit wir größere Schritte machen."

"Beim neuen Motorrad wurde das Heck verändert und es funktioniert." Im Gegensatz zur GP11 ist die Hinterradschwinge verkehrt herum eingebaut, also der untere Teil befindet sich jetzt oben. Yamaha fährt schon seit längerer Zeit mit dieser Konfiguration. "Die Frontpartie ist aber unverändert geblieben. Dort brauchen wir etwas. Die Probleme beim bremsen und am Kurveneingang sind geblieben. Ich habe kein Gefühl für das Vorderrad und kann nicht so einbiegen, wie ich will. In den schnellen Passagen verliere ich deshalb noch mehr."

"Das schlechte Wetter hat uns in Assen nicht geholfen, aber auch hier nicht", setzt der Italiener fort. "Die Arbeitszeit war limitiert. Wir haben wieder für den Sonntag eine große Veränderung vorgenommen. Es war ein Schritt vorwärts. Im Rennen hatte ich einen besseren Rhythmus als im Training. Wir glauben, dass das eine gute Richtung für die Zukunft ist. Wir haben das Einlenkverhalten verbessert, aber dafür etwas Grip eingebüßt."

"Ich habe am Start etwas Zeit verloren, weil die Kupplung gerutscht ist. In der ersten Kurve war ich fast Letzter und musste viel Boden gutmachen. Schade, weil bisher sind mir mit der Ducati gute Starts gelungen. Ich kann nicht sagen, wie lange ich mit einem guten Start mit Spies und Simoncelli mithalten hätte können", blickt Rossi auf das erste Renndrittel. "Der Rückstand bei den Rundenzeiten war geringer als noch in Assen. Das ist positiv. Trotzdem ist es noch viel, über acht Zehntelsekunden."

"Wir müssen weiterarbeiten, damit wir mit Honda und Yamaha mithalten können. Wir tun was wir können, sowohl auf der Strecke als auch in der Fabrik. Viele Dinge entwickeln sich in die richtige Richtung. Die ganzen Fahnen und Fans in Mugello zu sehen, ist immer toll. Das gibt uns die Motivation, wieder an die Spitze zurückzukehren."

Motivation reicht dafür nicht aus, wie Hayden herausgefunden hat. Nach einer guten ersten Runde verlor der Weltmeister von 2006 alles nach seinem Ausflug durch das Kiesbett. "Wir haben bei der Kupplung eine andere Federkombination ausprobiert. Das war vermutlich der beste Start in diesem Jahr. Nach den ersten Kurven war ich Fünfter und das Motorrad hat sich gut angefühlt. Die Reifen haben Grip bekommen und ich wollte mit der Führungsgruppe mitfahren."

"In der zweiten Runde habe ich das Motorrad zu spät in der ersten Kurve abgebremst. Ich dachte, ich hätte es geschafft, aber das Vorderrad hat in den Schmutz gedrückt und ich musste durch das Kiesbett", schildert Hayden sein Missgeschick. "Schade. Das kann man jetzt leicht sagen, aber ohne Fehler hätte ich für das Team und mich ein gutes Resultat geholt. Die Fans waren so toll, wie ich sie noch nie gesehen habe. Es war sehr speziell hier auf einer Ducati zu sitzen. Einige Dinge laufen in die richtige Richtung und ich muss daran glauben, dass es sich auszahlen wird."

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel