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Jorge Lorenzo peilt am Wochenende seinen ersten Sachsenring-Sieg an © Bridgestone

Ben Spies und Jorge Lorenzo reisen nach zuletzt zwei Siegen in Folge optimistisch an den Sachsenring - Lorenzo bisher sieglos in Sachsen

Nach zwei Siegen durch Ben Spies in Assen und Jorge Lorenzo in Mugello blickt das gesamte Yamaha-Werksteam dem neunten Saisonlauf zur MotoGP-WM am kommenden Wochenende optimistisch entgegen. Auf dem traditionsreichen Sachsenring will das Team den dritten Triumph in dieser Saison in Folge unter Dach und Fach bringen.

Weltmeister Lorenzo fuhr einem Sieg in Sachsen bisher vergeblich hinterher. In den Jahren 2009 und 2010 musste sich der Spanier im japanischen Werksteam als Zweiter jeweils knapp geschlagen geben und auch in den Anfangsjahren seiner Karriere ging ihm in der 125er- und 250er-Klasse ein Sieg beim Grand Prix von Deutschland regelmäßig durch die Lappen.

"Der Sieg in Mugello hat unserem Selbstvertrauen sehr gut getan", sagt Lorenzo und fügt an: "Nun steht der Sachsenring auf dem Plan, wo ich zwar seit 2002 an den Start gehe aber bisher noch nie gewinnen konnte. Dies würde ich in diesem Jahr vor meinen deutschen Fans gern nachholen." Der Yamaha-Werkspilot lässt keinen Zweifel daran, dass er angesichts von nur noch 19 Punkten Rückstand auf WM-Spitzenreiter Casey Stoner bereit ist, den Abstand weiter zu verkürzen.

"Nach einer schwierigen Phase mit zwei Siegen in Folge zurückzukommen war für das gesamte Team sehr wichtig", sagt Teammanager Wilco Zeelenberg und verweist darauf, dass es nun darauf ankommt, die beiden anstehenden Rennen am Sachsenring und in Laguna Seca optimal zu nutzen, um in der Sommerpause auf Tuchfühlung zur WM-Spitze zu liegen.

Spies glaubt an weitere Siege

Laguna Seca markiert nur eine Woche nach dem Rennen am Sachsenring das Heimspiel für Lorenzos Teamkollegen Spies. Insofern ist auch der US-Boy erpicht darauf, mit einem guten Ergebnis beim Deutschland-Grand-Prix in die beiden unmittelbar aufeinanderfolgenden Events zu starten. "Ich freue mich schon sehr auf die beiden kommenden Rennen", sagt Spies, der mit dem Sachsenring noch eine Rechnung offen hat.

"Im Vorjahr lief es dort ziemlich gut. Das Endergebnis spiegelte allerdings nicht das wahre Potenzial wider", erinnert der letztjährige Yamaha-Kundenpilot an seine Vorstellung, die ihn nach einem turbulenten Qualifying von Startplatz 13 am Sonntag noch bis auf Rang acht nach vorn brachte.

Angesichts zweier Top-Platzierungen in Form des Sieges in Assen und Platz vier in Mugello im Rücken, gibt der Texaner zu Protokoll: "Wir befinden uns momentan in einer guten Form. Das Bike fühlt sich gut an und die Ergebnisse bestätigen diesen Eindruck." Was den Sachsenring betrifft, so ist auch Technikchef Massimo Meregalli zuversichtlich: "In den vergangenen drei Jahren funktionierte die Yamaha dort sehr gut. Inzwischen haben wir für beide Piloten ein vernünftiges Setup finden können und sollten daher auch in diesem Jahr dort wieder gut aussehen."

Derweil glaubt Spies nach seinem Premierensieg in Assen mit Blick auf den weiteren Saisonverlauf an weitere Top-Platzierungen. "Die letzten Rennen haben dem Selbstvertrauen natürlich gut getan", wird der US-Boy von 'Motor Cycle News' zitiert. "Ich sage nicht, dass ich an diesem Wochenende wieder gewinnen werde oder dass ich noch fünf Siege in diesem Jahr einfahren werde, aber ich habe inzwischen definitiv das Gefühl, dass ich gewinnen kann, wenn das Bike gut funktioniert und ich keine Fehler mache. Das ist alles, was ich in meinem Kopf brauche."

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