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Marco Simoncelli fuhr problemlos zur ersten Bestzeit auf dem Sachsenring © Bridgestone

Zahlreiche Stürze überschatten das erste Freie Training auf dem Sachsenring - Dagegen hat Marco Simoncelli keinerlei Probleme und sichert sich die Bestzeit

Im ersten Freien Training auf dem Sachsenring passierten einige Stürze. Den Beginn machte Casey Stoner, der in seiner ersten schnellen Runde in Kurve elf abgeworfen wurde. Nachdem der Australier seine Honda nach der langen Linkskurve nach rechts umgelegt hatte, rutschte er lange auf dem Hinterrad, wurde aber in die Luft geworfen, prallte auf dem Tank wieder auf und ging zu Boden. Lange hielt Stoner den Lenker fest, blieb bei dem Sturz aber unverletzt und konnte später mit der Ersatzmaschine weiterfahren.

Kurz darauf rutschte LCR-Pilot Toni Elias an der gleichen Stelle über das Vorderrad aus. Nachdem der Spanier die Szenerie verlassen hatte, saß plötzlich Valentino Rossi ebenfalls in Kurve elf im Kiesbett. Der Superstar war auch beim Umlegen über das Vorderrad seiner Ducati ausgerutscht. Anschließend wurde der Italiener im Kiesbett herumgeworfen und hielt sich sofort seinen rechten Ellbogen. Die rote Lederkombi war an dieser Stelle aufgerissen.

Elias sorgte wenige Minuten darauf für die nächste Schrecksekunde. Der Spanier hat ein Ultimatum von drei Rennen erhalten, in denen er beweisen muss, dass er das Motorrad weiter verdient. Ein zweiter Sturz mit dem Ersatzmotorrad in Kurve eins war dazu nicht förderlich. Dann war wieder Kurve elf der Schauplatz. Dani Pedrosa (Honda) war über das Vorderrad gestürzt, verletzte sich dabei aber nicht. Die Asphalttemperatur betrug im ersten Training 20 Grad. Obwohl Bridgestone in der rechten Reifenflanke eine weiche Mischung verbaut hat, gab es Probleme, die Pneus auf Temperatur zu bringen.

Simoncelli wie ein Uhrwerk

Problemlos lief es dagegen für Marco Simoncelli. Der Gresini-Pilot spulte seine Runden wie ein Uhrwerk ab und stellte in 1:22.823 Minuten die Bestzeit auf. Stoner konnte sein Sturz zu Beginn nichts anhaben und katapultierte sich mit dem Ersatzmotorrad noch auf den zweiten Platz. 0,181 Sekunden fehlten dem Weltmeister von 2007 auf seinen Markenkollegen. Erster Honda-Verfolger war Yamaha-Pilot Jorge Lorenzo, der als Dritter 0,223 Sekunden Rückstand hatte.

Für positive Zeilen in der Ducati-Mannschaft sorgte Nicky Hayden, der im Gegensatz zu seinem Teamkollegen Rossi noch nicht mit der neuen GP11.1 unterwegs ist. Dafür blieb der US-Amerikaner sitzen und startete mit Platz vier in das Wochenende. Knapp weniger als vier Zehntelsekunden lag der Champion von 2006 hinter Simoncelli. Andrea Dovizioso kam mit seiner Werks-Honda auf den fünften Platz. Eine Talentprobe lieferte Rookie Karel Abraham (Cardion-Ducati) ab, der sich als Sechster einreihte.

Das Feld lag dicht beisammen, denn die ersten Elf befanden sich innerhalb einer Sekunde. Darunter waren auch die beiden Ducati-Privatfahrer Hector Barbera (Aspar) und Randy de Puniet (Pramac), die auf die Plätze sieben und acht kamen. Assen-Sieger Ben Spies klassierte sich mit seiner Werks-Yamaha an der neunten Position. Colin Edwards (Tech-3-Yamaha) komplettierte die Top 10. Pedrosa fuhr nach seinem Sturz nicht mehr hinaus und fiel damit auf Platz elf der Zeitenliste zurück.

Hinter dem Spanier waren Suzuki-Speerspitze Alvaro Bautista und Rookie Cal Crutchlow (Tech-3-Yamaha) zu finden. Der Brite verschätzte sich einmal bei einem Bremspunkt und fuhr durchs Kiesbett. Es gab aber keinerlei Probleme und der Rookie lernte weiter die Strecke. Rossi war nach seinem Sturz lange in der Clinica Mobile, kehrte aber zurück an die Box und fuhr am Ende noch ein paar Runden. Mehr als Platz 14 war aber nicht möglich.

Am Ende des Feldes landeten Hiroshi Aoyama (Gresini-Honda) und der glücklose Elias. Schlusslicht war Routinier Loris Capirossi, der nach seiner Verletzungspause wieder im Sattel seiner Ducati sitzt. 3,5 Sekunden fehlten auf Simoncelli. In der Pramac-Box saß Sylvain Guintoli, um im Fall der Fälle die Maschine von "Capirex" zu übernehmen.

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