vergrößernverkleinern
Marco Simoncelli sicherte sich am Freitag beide Bestzeiten auf dem Sachsenring © Gresini

Marco Simoncelli ist auch im zweiten Freien Training in Deutschland die schnellste Runde gefahren - Weitere Probleme für Valentino Rossi

Das zweite Freie Training auf dem Sachsenring sah lange nach einer Honda-Dominanz aus. Wenige Momente vor Ablauf der Zeit brannte Weltmeister Jorge Lorenzo eine perfekte Runde in den Asphalt. Anschließend kam aber noch Marco Simoncelli über die Linie und schnappte dem Yamaha-Fahrer noch die Bestzeit weg. Mit einer Runde in 1:22.225 Minuten zeigte der Italiener in Gresini-Farben einmal mehr seinen Speed. Bereits am Vormittag war "Super Sic" der Schnellste gewesen.

Lorenzo zeigte mit seiner Runde, dass er das Feld nicht ganz der japanischen Konkurrenz überlassen will. Um 95 Tausendstelsekunden war der Spanier langsamer. In drei der vier Sektoren war Lorenzo der Schnellste Mit der drittbesten Runde setzte Dani Pedrosa ein Ausrufezeichen nach seiner langen Verletzungspause. In Mugello konnte der Vizeweltmeister noch nicht an der Spitze mitkämpfen.

Auf dem winkeligen Sachsenring fehlten dem Spanier nur zwei Zehntel auf Simoncelli. Casey Stoner hatte auf seiner letzten Runde zwar eine rote Sektorzeit, doch der Australier drehte zu und begnügte sich mit dem vierten Rang. Andrea Dovizioso komplettierte als Fünfter den starken Auftakt der Honda-Armada.

Ducati spielte keine entscheidende Rolle an der Spitze. Auf der zweitkürzesten Strecke im Kalender fehlten Nicky Hayden mit der GP11 0,657 Sekunden auf die Spitze. Der US-Amerikaner reihte sich damit an der sechsten Stelle ein. Probleme gab es wieder bei Valentino Rossi. Sein Motorrad rollte gegen Halbzeit ohne Vortrieb aus. Mit einem Moped fuhr der Italiener zurück an die Box und stieg auf die zweite GP11.1. Schließlich klassierte sich der Superstar mit 1,3 Sekunden Rückstand auf Position zwölf.

Bereits am Vormittag hatte Rossi viel Trainingszeit nach einem Sturz verloren. Insgesamt drehte er am Freitag 31 Runden. Zum Vergleich umrundete Simoncelli den Kurs 46 Mal. Auf die Ducati-Mannschaft wartet weiterhin noch viel Arbeit. Ebenfalls nicht ganz an der Spitze zu finden war Assen-Sieger Ben Spies, der sich mit der zweiten Werks-Yamaha auf Position sieben einreihte.

Randy de Puniet (Pramac-Ducati) brach sich im Vorjahr auf dem Sachsenring ein Bein, hatte damit aber keine Probleme mehr und wurde Achter. Alvaro Bautista auf der einzigen Suzuki im Feld und Rookie Karel Abraham (Cardion-Ducati) rundeten die Top 10 ab. Das Tech-3-Team kam nicht richtig in die Gänge. Routinier Colin Edwards wurde Elfter, sein Teamkollege Cal Crutchlow rutschte in Kurve elf aus und klassierte sich an der 14. Stelle.

Ebenfalls im Kiesbett landete Aspar-Ducati-Pilot Hector Barbera, der in Kurve 13 stürzte. Dafür blieb Moto2-Weltmeister Toni Elias (LCR-Honda) nach seinen beiden Stürzen am Vormittag diesmal sitzen, kam aber nicht über Platz 16 hinaus. Zwischen Barbera und Elias schob sich Hiroshi Aoyama (Gresini-Honda).

Loris Capirossi beendete sein Wochenende nach dem Vormittagstraining. Die Schmerzen waren nach seinen Rippenbrüchen, die er sich in Assen zugezogen hatte, noch zu groß. Für "Capirex" stieg Sylvain Guintoli auf die Pramac-Ducati. Beim Mugello-Testtag probierte der Franzose die aktuelle Maschine erstmals aus. Mit 3,7 Sekunden Rückstand war der Franzose das Schlusslicht.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel