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Casey Stoner hat sich mit einer perfekten Runde die Pole-Position gesichert © Bridgestone

Casey Stoner steht in Deutschland zum sechsten Mal in diesem Jahr auf dem besten Startplatz - Ein Debakel erlebt Ducati-Pilot Valentino Rossi als 16.

Im Qualifying auf dem Sachsenring entwickelte sich in den letzten Minuten eine enge und spannende Zeitenjagd. Die beste Runde fuhr Casey Stoner. In den Zeittrainings war der Honda-Pilot in der Spitzengruppe vertreten, aber nicht ganz vorne zu finden. Als es dann für die Startplätze zählte, war der Australier da und sicherte sich in 1:21:681 Minuten die Pole-Position. Ein Debakel erlebte dagegen Valentino Rossi. Der Ducati-Pilot kam nur auf den 16. und vorletzten Platz. Nur Capirossi-Ersatz Sylvain Guintoli war langsamer als der neunfache Weltmeister.

An der Spitze sah es lange nach einer ersten Honda-Startreihe aus. Dani Pedrosa hatte 0,252 Sekunden Rückstand auf seinen Teamkollegen und wurde Zweiter. Weltmeister Jorge Lorenzo schaffte mit seiner letzten fliegenden Runde noch den Sprung in die erste Reihe. Dem Yamaha-Piloten fehlten 0,263 Sekunden auf seinen großen WM-Konkurrenten aus Australien. Der Spanier verdrängte damit im letzten Moment noch Marco Simoncelli (Gresini-Honda) auf den vierten Platz.

Erst zum zweiten Mal in dieser Saison wird der Italiener nicht aus der ersten Reihe starten. Sein erster Podestplatz in der Königsklasse ist weiterhin das Ziel. Ben Spies kündigte vor der Qualifikation an, dass er noch etwas aus dem Hut zaubern müsse, um weiter nach vorne zu kommen. Schließlich wurde der zweite Yamaha-Werkspilot Fünfter und steigerte sich von den Freien Trainings deutlich. Andrea Dovizioso (Honda) komplettierte die zweite Reihe. Routinier Colin Edwards verbesserte sich ebenfalls mit seiner Kunden-Yamaha kam auf Rang sieben.

Bei Ducati lief nicht viel zusammen. Nicky Hayden war schnellster Desmosedici-Pilot als Achter. Der US-Amerikaner lag sieben Zehntelsekunden hinter Stoner zurück. Bei seinem Teamkollegen Valentino Rossi passte gar nichts. Der Superstar war um 1,6 Sekunden langsamer als die Spitze. Auffällig war, dass sich der Italiener am Ende mit der weichen Mischung nicht verbessern konnte.

Der neunfache Weltmeister wird das Rennen von Platz 16 aus der letzten Reihe starten. Damit war er klar der langsamste Stammfahrer. Nur Guintoli, der den verletzten Loris Capirossi ersetzt, war noch langsamer. Der Franzose war am Feitag auf die Pramac-Ducati gestiegen und wurde erwartungsgemäß Letzter. Den Rückstand konnte der reguläre Superbiker aber kontinuierlich reduzieren.

Guintolis Teamkollege Randy de Puniet kam gut zurecht und qualifizierte sich auf Position neun. Suzuki-Pilot Alvaro Bautista komplettierte die Top 10. Sein spanischer Landsmann Hector Barbera wurde Elfter und deutete in der Auslaufrunde Hayden keine netten Gesten. Der Aspar-Pilot war offensichtlich nicht sehr glücklich mit dem Verhalten des Ex-Weltmeisters.

Zwei Piloten stürzten im Verlaufe des Trainings. Cal Crutchlow rutschte in Kurve fünf ins Kiesbett, konnte aber unverletzt weggehen. Seine Tech-3-Yamaha überschlug sich jedoch mehrmals und wurde stark beschädigt. An Position zwölf lag der Brite als letzter Pilot innerhalb einer Sekunde zu Stoner. Gleich zweimal ging Rookie Karel Abraham zu Boden. Der Rookie war mit der privaten Ducati mit Rang 13 immer noch schneller als Superstar Rossi. Moto2-Weltmeister Toni Elias blieb auf seiner LCR-Honda sitzen und zog Startplatz 14 an Land. Hiroshi Aoyama reihte sich an der 15. Stelle ein.

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