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Startplatz 16 war der bisherige Tiefpunkt für Valentino Rossi und Ducati © Ducati

Das Wochenende in Deutschland war für Valentino Rossi und die Ducati GP11.1 erneut schwierig: Folgt die Rückkehr zur GP11?

Nach dem katastrophalen Qualifiying am Sachsenring musste Valentino Rossi als Letzter der Stammfahrer ins Rennen gehen. Bis zum Rennen fand man allerdings noch ein paar Verbesserungen, die dem Italiener ermöglichten, noch Neunter zu werden. Zu Sieger Dani Pedrosa fehlten Rossi nach 30 Runden knapp 28 Sekunden, was bedeutet, dass der Rekordsieger alle 3,7 Kilometer etwa eine Sekunde verlor.

Nach der Anfangseuphorie über die neue GP11.1 scheinen sich die Hoffnungen zu verstreuen. Es ist unklar, welche Maschine aktuell schneller ist. Zwischen Rossi und dessen Teamkollegen Nicky Hayden lagen lediglich 66 Tausendstel-Sekunden. "Samstagnacht war ich mir sicher, in Laguna Seca das alte Bike zu fahren", erklärt der Italiener, der nach seiner Aufholjagd unsicher ist, ob das die richtige Entscheidung ist: "Nachdem ich gesehen habe, wie es sich entwickelt hat, müssen wir das überdenken."

Der Schlüssel zur Schadensbegrenzung lag in einer umfassenden Setup-Änderung: "Am Morgen haben wir eine ziemlich große Modifikation gemacht, die wir noch nie zuvor gemacht hatten. Die Gewichtsbalance ist nun anders, mit mehr Gewicht am Heck. Dadurch hatte ich im Rennen hinten mehr Haftung und ich konnte das gesamte Rennen schneller fahren", so Rossi.

"Wir haben uns verbessert, sind aber immer noch zu weit weg von den anderen. Am schlimmsten ist es, dass Haydens GP11 und meine GP11.1 mehr oder weniger gleich schnell waren. Wir hatten gehofft, dass die GP11.1 schneller ist", klagt der Ducati-Pilot, der in der WM bereits 70 Zähler Rückstand auf seinen Vorgänger Casey Stoner hat.

"Ich habe mit der Front Probleme, bin aber kein Ingenieur und weiß nicht, was ich vorschlagen soll", berichtet Rossi der 'Gazzetta dello Sport' und übergibt dem Team die schwierige Aufgabe: "Es liegt nun an Ducati, die Antworten zu finden. Soweit ich weiß, arbeiten sie daran. Vielleicht kommt demnächst eine schmalere Gabel zum Einsatz."

Außer Frage steht für Rossi der Verbleib im Team. Trotz fehlender Entwicklung hinsichtlich der Resultate macht der Italiener keine Anstalten, Ducati vorzeitig verlassen zu wollen: "Es ist für mich klar, hier zu bleiben", bekräftigt der ehemalige Yamaha-Pilot, der 2011 bisher lediglich ein Podium feiern konnte.

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