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Valentino Rossi wird am US-Wochenende beide Versionen der Desmosedici fahren © Ducati

Valentino Rossi und Nicky Hayden werden in Laguna Seca sowohl die GP11 als auch die GP11.1 zur Verfügung haben - Jeremy Burgess zurück an der Strecke

Das Ducati-Werksteam tritt die Reise an die Küste Kaliforniens nach Laguna Seca sowohl mit der Desmosedici GP11 als auch mit der GP11.1 an. Valentino Rossi und Lokalmatador Nicky Hayden werden am Freitag beide Versionen der Ducati zur Verfügung haben, um im direkten Vergleich beider Maschinen eine Entscheidung bezüglich der Zukunft treffen zu können.

"Ich gehe davon aus, dass ich beide Bikes am Freitag probieren werde", sagt Rossi, der in Laguna Seca erstmals seit dem Rennwochenende in Assen Ende Juni wieder auf seinen langjährigen Crewchief Jeremy Burgess in der Box zählen kann. Der Australier gibt nach zwei ausgelassenen Wochenenden aufgrund der Krebsdiagnose bei seiner Frau sein Comeback an der Seite von Rossi.

"Die Freude über die Rückkehr von Jerry überwiegt sogar meine schönsten Erinnerungen an die Strecke in Laguna Seca", versichert der neunfache Weltmeister, der im Jahr 2008 auf der Strecke mit der charakteristischen Corkscrew-Passage eines seiner besten Rennen überhaupt gezeigt hat.

Dass ein Hin- und Herspringen zwischen der GP11 und der GP11.1 den Ablauf des Wochenendes für das gesamte Team nicht einfacher gestalten wird, dessen ist sich Rossi bewusst. "Uns ist klar, dass es schwierig werden wird. Schließlich müssen wir uns gleichzeitig auf das Rennen vorbereiten." Um so viel wie möglich lernen und Verbesserungen erzielen zu können, sei es jedoch unerlässlich, "alles mögliche zu probieren".

Hayden erstmals auf der GP11.1

Anders als Rossi - der seit Assen mit der GP11.1 fährt - wird Hayden bei seinem ersten von zwei Heimspielen in dieser Saison erstmals die Möglichkeit haben, die neueste Version der Desmosedici auszuprobieren. "Ich werde die GP11.1 aller Voraussicht nach irgendwann am Wochenende fahren und sehen, was sich tun kann, um ein gutes Ergebnis einzufahren. Auf dieser Strecke ist es wichtig, dass du ein Bike hast, dem du vertraust und mit dem du aggressiv zu Werke gehen kannst", so der US-Amerikaner, der zwei seiner drei MotoGP-Triumphe in Laguna Seca feiern konnte.

"Natürlich freue ich mich, nach Laguna zu kommen, auch wenn wir gerade nicht unsere stärkste Phase durchmachen", setzt das "Kentucky Kid" fort. Daran, dass er bei seinem Heim-Grand-Prix wie gewohnt sein Bestes geben wird, lässt Hayden keine Zweifel. Zusätzliche Motivation erhält der US-Boy am kommenden Wochenende durch die Tatsache, dass "meine beiden Brüder im AMA-Superbike-Rennen antreten und meine beiden Schwestern jeweils eine Runde auf dem Ducati-Doppelsitzer drehen werden".

Als Schlüsselstellen auf der Berg- und Talbahn an der Westküste der Vereinigten Staaten macht Hayden "Turn 1 und den Corkscrew" aus. Charakteristisch für Laguna Seca ist nach Meinung des Ducati-Piloten zudem, dass es "keine richtigen Geraden gibt und du als Fahrer ständig mit Schalten, Umlegen und Bremsen beschäftigt bist".

Der Wichtigkeit des Heim-Grand-Prix für Hayden ist sich auch Teammanager Vittoriano Guareschi bewusst. "Laguna Seca bedeutet Nicky sehr viel, da es zum einen sein Heimrennen ist und er zum zweiten dort bereits zweimal hat gewinnen können. Nun liegt es an uns, ihm die Möglichkeit zu geben, erneut ein gutes Rennen zu zeigen. Nicky wird genau wie Valentino beide Versionen der Desmosedici zur Verfügung haben, um Vergleiche anstellen zu können und so viele Informationen wie möglich für die Entwicklung der GP12 sammeln zu können."

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