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Lin Jarvis möchte sich in den Japan-Frage ebenfalls noch nicht festlegen © Yamaha

Yamaha hat noch nicht entschieden, wie es auf einen Boykott des Motegi-Rennens durch ihren Star Jorge Lorenzo reagieren würde

Während die Entscheidung, ob der Grand Prix von Japan Anfang Oktober ausgetragen wird oder nicht, nach wie vor aussteht, haben Fahren wie Casey Stoner und Jorge Lorenzo längst deutlich Position bezogen. Für beide MotoGP-Stars ist klar, dass sie unter keinen Umständen in Japan an den Start gehen werden. Zu groß ist die Angst vor der Strahlenbelastung, die nach der Kernschmelze dreier Reaktoren des Atomkraftwerks Fukushima I auch in Motegi zu befürchten ist.

Laut Dorna-Chef Carmelo Ezpeleta soll bis zum 31. Juli feststehen, ob der Japan-Grand-Prix in diesem Jahr stattfinden wird oder nicht. Bis dahin hält sich auch das Yamaha-Werksteam in der Frage bedeckt, ob es gegen seinen Nummer-eins-Fahrer Lorenzo gegebenenfalls rechtlich vorgehen wird. Schließlich würde der Weltmeister seinen Vertrag mit Yamaha brechen, sollte er dem Rennen in Japan fernbleiben.

Yamaha-Rennchef Lin Jarvis bekräftigt, dass man erst die abschließenden Standpunkte von FIM und Dorna abwarten wolle, bevor man als Firma irgendetwas entscheide. "Wir brauchen die Bestätigung, ob die Umwelt stabil ist oder nicht. Dann kann jeder Einzelne seine eigene Entscheidung treffen", wird Jarvis von 'Motor Cycle News' zitiert. Der Yamaha-Boss kann sich allerdings nicht vorstellen, dass sein Team nach Japan reisen würde, sollte ein oder sogar beide Piloten dem Rennen fernbleiben.

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