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Honda-Pilot Casey Stoner hat sich im dritten Training an die Spitze gesetzt © Bridgestone

Casey Stoner hat sich im dritten Training in Laguna Seca in einer engen Zeitenjagd durchgesetzt - Schwerer Sturz von Weltmeister Jorge Lorenzo

Im dritten Freien Training in Laguna Seca ging es an der Spitze extrem eng zu. Auf einer der anspruchsvollsten, aber der kürzesten Strecke im Kalender lagen die Top 3 innerhalb von 0,049 Sekunden. Die schnellste Zeit fuhr Honda-Pilot Casey Stoner in 1:21.806 Minuten. Sein Teamkollege Dani Pedrosa folgte mit nur 17 Tausendstelsekunden Rückstand. Weltmeister Jorge Lorenzo mischte als Dritter vorne mit und lag 0,049 Sekunden zurück.

Als die Zeit abgelaufen war stürzte der Spanier in Kurve fünf. In der Auslaufrunde wurde er spektakulär von seiner Yamaha abgeworfen. Lorenzo flog hoch in die Luft und wurde im Kiesbett noch von seiner Maschine getroffen. Der Spanier hielt sich sofort das rechte Knie und blieb lange am Kiesbett sitzen. Die Streckenposten halfen dem 24-Jährigen auf die Beine, der anschließend selbständig mit großen Schmerzen weghumpelte.

Lorenzo fuhr am Ende noch einmal hinaus, um einen Start zu üben. Das tat er auch und flog dann ohne Vorwarnung in der folgenden Kurve ab. Beim Start ist die Traktionskontrolle abgeschalten. Sie aktiviert sich erst, wenn der Fahrer zurückschaltet. Anschließend wurde Lorenzo mit dem Ärztewagen ins Medical Center gebracht. Bevor es soweit kam, hatte er die konstantesten Runden im Feld abgespult.

Erster Verfolger des Spitzentrios war Gresini-Pilot Marco Simoncelli, dem vier Zehntelsekunden auf die Bestzeit fehlten. Lokalmatador Ben Spies folgte auf dem fünften Platz. Der zweite Werks-Yamaha-Fahrer hatte 0,5 Sekunden Rückstand. Andrea Dovizioso folgte als Sechster und war so wie am Vortag nicht ganz so schnell wie seine Honda-Teamkollegen in Repsol-Farben. Verbessert präsentierte sich das Ducati-Team.

Nicky Hayden war mit der GP11 unterwegs. Den Rückstand vom Vortag konnte er auf sechs Zehntel drücken. Sein Teamkollege Valentino Rossi fuhr mit der GP11.1 und landete direkt dahinter auf Platz acht. Der Superstar war um 0,2 Sekunden langsamer als Hayden. Auffällig war, dass beide Ducati-Fahrer relativ früh ihre Bestzeit gesetzt hatten.

Suzuki-Pilot Alvaro Bautista war als Neunter der erste Fahrer, der nicht innerhalb einer Sekunde zur Spitze lag. Sein spanischer Landsmann Hector Barbera (Aspar-Ducati) kam trotz eines Ausflugs neben die Linie in der Corkscrew auf den zehnten Platz. Lokalmatador Colin Edwards fuhr mit seiner Tech-3-Yamaha die elftschnellste Runde, gefolgt von Randy de Puniet auf der Pramac-Ducati.

Der Japaner Hiroshi Aoyama nahm sich die Kritik seines Teamchefs Fausto Gresini zu Herzen und steigerte sich gegenüber dem Vortag. Als 14. fehlten dem Honda-Piloten 1,7 Sekunden auf Platz eins. Ein schwieriges Training hatte Rookie Karel Abraham (Cardion-Ducati), der in Kurve fünf stürzte. Loris Capirossi (Pramac-Ducati) mühte sich mit Schmerzen auf Position 16.

Das Schlusslicht bildete die LCR-Mannschaft. Moto2-Weltmeister Toni Elias stürzte, konnte aber sein Motorrad an die Box bringen und später weiterfahren. Da Ben Bostrom praktisch auf der Ersatzmaschine des Spaniers sitzt, sollte man seine Motorrad nicht zerstören. LCR musste sich bereits einen Auspuff bei Honda ausleihen. Bostrom fehlten bei seinem MotoGP-Debüt weiterhin vier Sekunden auf die Spitze.

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