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Weltmeister Jorge Lorenzo freute sich über die Pole-Position in Laguna Seca © Yamaha

Jorge Lorenzo befürchtete nach seinem Sturz das Schlimmste und freute sich schließlich über die Pole-Position - Auf Stoner und Pedrosa wartet noch Arbeit

Weltmeister Jorge Lorenzo steht in Laguna Seca zum zweiten Mal in diesem Jahr nach Portugal auf der Pole-Position. Der schwere Sturz am Vormittag konnte dem Spanier nichts anhaben. Von Beginn an brannte der Yamaha-Pilot konstant schnelle Runden in den Asphalt und legte am Ende noch einmal zu. Honda-Pilot Casey Stoner sicherte sich im letzten Angriff den zweiten Platz, doch der Australier hat an diesem Wochenende bislang noch keine konstanten Runden fahren können. Sachsenring-Sieger Dani Pedrosa (Honda) komplettierte die erste Startreihe.

"Das war ein böser Sturz am Vormittag. Ich hatte große Schmerzen und dachte, dass das Wochenende für mich vorbei war", schildert Lorenzo seine ersten Gedanken vom Vormittag. "Glücklicherweise haben die Schmerzen immer mehr nachgelassen. Platz eins kam deshalb etwas unerwartet. Auf dem Motorrad habe ich aber weniger Schmerzen, also konnte ich von Beginn an schnell fahren. Am Ende bin ich noch eine sehr gute Runde mit dem weichen Reifen gefahren. Ich bin sehr stolz. Wir haben ein gutes Motorrad."

Stoner wirkte an den beiden Trainingstagen nicht so stark, wie an anderen Wochenenden in diesem Jahr. Der Patz in der ersten Reihe ist daher "sehr wichtig", meint der 25-Jährige. "Wir haben an diesem Nachmittag viele verschiedene Dinge beim Motorrad ausprobiert. Wir haben einen schlechten Schritt und dann einen noch schlechteren gemacht. Wir haben das gesamte Wochenende über keine Richtung für das Motorrad gefunden."

"Wir haben keinen guten Punkt gefunden, egal ob bei der Traktion, oder beim Umlenkverhalten. Wir kämpfen damit, irgendeinen guten Punkt zu finden. Im Qualifying war es nicht anders. Wir kamen nicht auf Tempo, sondern waren konstant zwei Zehntelsekunden langsamer als Dani und Jorge. Wir haben unser Renntempo noch nicht gefunden."

"Mit dem ersten weichen Reifen wurde ich aufgehalten. Mit dem zweiten Satz habe ich genau diese eine Runde geschafft. Das gesamte Wochenende konnten wir eine oder zwei schnelle Runden fahren, aber wir waren nie konstant. Wir haben noch viel Arbeit vor uns. Vielleicht finden wir im Warmup etwas. Im Moment fehlt es beim Tempo etwas."

Auch Pedrosa setzte sich in der Qualifikation erst in den letzten Minuten in Szene. "Die erste Startreihe ist immer gut. Das ist immer eines der Ziele an einem Rennwochenende. Wir müssen das Motorrad für das Rennen noch besser abstimmen. Wir haben verschiedene Einstellungen probiert, aber leider keine gute gefunden. Hoffentlich finden wir am Heck noch mehr Grip. Mit den harten Reifen fühle ich mich wohl. Das ist positiv, denn ich werde sie im Rennen verwenden."

"Es werden hier viele Runden gefahren, weshalb eine gute Stabilität des Motorrades gefragt ist. Das Motorrad muss über die vielen Bodenwellen gut abgestimmt sein. Die Renndistanz wird für mich körperlich anstrengend, denn man muss auf dieser Strecke viel arbeiten. Lorenzo ist konstant und schnell, also ich hoffe, dass wir über Nacht das Motorrad noch verbessern. Hoffentlich fahren wir ein gutes Rennen."

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