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Aller Voraussicht nach wird am ersten Oktober-Wochenende in Motegi gefahren © Honda

Dorna und FIM gehen anhand des unabhängigen Expertenberichts zur Radioaktivität in Motegi fest davon aus, dass der Grand Prix von Japan planmäßig stattfindet

Im Hinblick auf die Austragung des für das erste Oktober-Wochenende geplanten Grand Prix von Japan haben einige Fahrer - darunter die beiden WM-Führenden Casey Stoner und Jorge Lorenzo - in den vergangenen Wochen wiederholt klar gestellt, dass sie keine Ambitionen haben, knapp sieben Monate nach der Katastrophe im Atomkraftwerk Fukushima im 120 Kilometer entfernten Motegi an den Start zu gehen.

Im Gegensatz dazu haben sowohl Vito Ippolito, Präsident des Motorradweltverbands FIM, als auch der Präsident des MotoGP-Vermarkters Dorna, Carmelo Ezpeleta, wiederholt betont, dass für sie eine Streichung des Events nicht in Betracht kommt, solange die Strahlenwerte in der Region Motegi keine bedenklichen Auffälligkeiten aufweisen würden.

Um dies zu überprüfen, wurde die ARPA-Organisation damit beauftragt, einen unabhängigen Expertenbericht anzufertigen. Im Zeitraum von 10. bis zum 23. Juli wurden in Motegi verschiedenste Messungen vorgenommen. So wurden die Strahlenniveaus aller Quellen inklusive Luft, Umgebung und Essen gemessen, wobei die Strahlenwerte in der Luft als höher als vor dem Unglücksfall bewertet wurden. Im Gegensatz dazu seien die Strahlenwerte der Umgebung niedriger als in Städten wie Rom oder Madrid.

Die von der ARPA während der vergangenen Tage durchgeführte Studie soll nach Informationen der FIM "die bereits vorhandenen Informationen verschiedener Regierungen und der Welt-Gesundheitsorganisation ergänzen", wobei sich die jüngste, unabhängige Untersuchung speziell mit der Region Motegi beschäftigt.

Als Fazit wird im vorab veröffentlichten Bericht - der im Original in Italienisch vorliegt und von der Dorna ins Englische übersetzt wurde - von einem "vernachlässigbaren Risiko während der Rennveranstaltung" gesprochen. Basierend auf der geschätzten Dosis könne dies "ohne Zweifel festgestellt werden", heißt es dort.

Wenngleich eine offizielle Bekanntgabe bezüglich der Austragung des Grand Prix von Japan erst gegen Ende der Woche erwartet wird, so sehen anhand der vorläufigen Ergebnisse weder die Dorna noch die FIM Bedenken, die einen planmäßigen Ablauf des Grand-Prix-Wochenendes verhindern könnten.

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