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Nicky Hayden und Valentino Rossi erlebten ein katastrophales Indy-Rennen © IMS

Getriebeprobleme an der Ducati warfen Valentino Rossi in Indianapolis weit zurück - Nicky Hayden entschied sich für den falschen Vorderreifen

Der Grand Prix von Indianapolis verlief für das Ducati-Werksteam enttäuschend. Nicky Hayden hatte sich für einen weicheren Vorderreifen als die Konkurrenz entschieden und mischte damit in der Anfangsphase im vorderen Teil des Feldes mit. Je länger das Rennen dauerte, desto weiter fiel der US-Amerikaner zurück. Drei Runden vor dem Ende steuerte er seine Boxen an und fuhr dann noch weiter. Schließlich wurde Hayden mit zwei Runden Rückstand als 14. gewertet.

Teamkollege Valentino Rossi machte von Startplatz 14 zunächst einige Positionen gut, doch aufgrund eines Getriebeproblems fiel er an die letzte Position zurück. Langsam kämpfte sich der Italiener wieder nach vorne, um schließlich die Zielflagge als Zehnter zu sehen. "Viele Dinge sind an diesem Wochenende passiert, die zu einem recht schwierigen Rennen geführt haben."

"Da war der Sturz im Qualifying, der etwas Zuversicht geraubt hat und zum Teil für die schlechte Startposition verantwortlich war", so Rossi. "Im Rennen gab es ein Problem mit dem Getriebe. Es hat sechs oder sieben Mal in den Leerlauf geschalten. Als das die ersten beiden Male passierte, musste ich geradeaus fahren und verlor viel Zeit."

"Dann war ich Letzter, aber ich tat was ich konnte, damit ich noch ein paar Punkte hole. Im Aufwärmtraining haben wir mit einer kleinen Änderung das Tempo ein wenig verbessert. Das Rennen war aber sehr schwierig. Wir dürfen nicht aufgeben und müssen weiter am Motorrad arbeiten, bis wir Updates bekommen." In der WM ist Rossi auf Platz sechs zurückgefallen.

Hayden setzte sich vor heimischer Kulisse kämpferisch in Szene, stand am Ende aber fast mit leeren Händen da. "Es war ein harter Tag. Wir dachten, dass der weichere Vorderreifen eine Option sein könnte, aber leider hat er nur sieben oder acht Runden funktioniert. Ich habe dann immer mehr Zeit verloren, bis das Motorrad schon auf der Geraden vibriert hat. Deshalb musste ich hereinkommen."

"Seit man nur ins Ziel kommen braucht, um ein paar Punkte zu bekommen, bin ich noch einmal hinausgefahren", sagt Hayden. "Das war es wert, denn ich habe zwei Zähler bekommen. Ich hatte einen guten Start und war in den ersten Runden vorne mit dabei. Zum ersten Mal konnte ich in diesem Jahr im Trockenen mitkämpfen. Mein Motorrad hat sich auf den Geraden schnell angefühlt und mit dem neuen Getriebe kam ich gut aus der letzten Kurve heraus."

"Das war jetzt mein erstes Rennen mit diesem Motorrad und vielleicht fehlt uns noch die Erfahrung damit. Es tut mir für die Ducati-Fans und meine Fans leid, die uns unterstützt haben. Wir werden es nächste Woche wieder probieren."

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