vergrößernverkleinern
Die MotoGP befährt den Infield-Kurs in Indianapolis in umgekehrter Richtung © Ducati

Ob die MotoGP noch einmal nach Indianapolis zurückkehrt, ist derzeit unklar - Von den Fahrern spricht sich nur Ben Spies für eine Vertragsverlängerung aus

Der Grand Prix von Indianapolis könnte am vergangenen Wochenende zum letzten Mal ausgetragen worden sein. Angesichts rückläufiger Zuschauerzahlen könnten sowohl die Betreiber des Indianapolis Motor Speedway als auch MotoGP-Vermarkter Dorna zu dem Schluss kommen, den Ende des Jahres auslaufenden Vertrag nicht zu verlängern - zumal ab 2013 mit der neuen Rennstrecke im texanischen Austin ohnehin ein weiterer Termin auf amerikanischen Boden neben Laguna Seca auf dem Programm steht.

Casey Stoner, der am vergangenen Sonntag zum ersten Mal in Indianapolis gewann, würde das Rennen auf dem Infield-Kurs des berühmten "Nudeltopfs" nicht vermissen. "Ich denke, dass die ganze Anlage und der Ort unglaublich sein könnten. Aber meiner Meinung nach sind die Kurven so eng, dass man hier wesentlich öfter den ersten Gang benutzen muss als auf anderen Kursen", sagt der WM-Leader.

Die Kurven seien einfach nur "sehr eng", wodurch man dort nicht richtig pushen könne. "Man rollt dort mehr oder weniger nur durch", findet Stoner. "Für mich ist es das, was ich hier nicht mag. Es gibt hier vielleicht zwei, drei Kurven, die viel Spaß machen. Kurve fünf und Kurve zwölf sind zwei meiner Lieblingskurven auf dieser Strecke. Aber der Rest ist einfach nur sehr eng und verschlagen."

Stoner kritisiert aber nicht nur die Enge der Kurven, sondern die Tatsache, dass der ursprünglich für die Formel 1 konzipierte Kurs von den Motorrädern in umgekehrter Richtung durchfahren wird. "Anstatt, dass die Kurven am Ausgang etwas aufmachen, werden sie einfach nur immer enger. Das verändert alles irgendwie", meint der Weltmeister von 2007.

Stoners Teamkollege Dani Pedrosa findet ebenfalls, dass der Kurs in Indianapolis "etwas besser" sein könnte. Allerdings betont der Spanier auch die Wichtigkeit, dass die MotoGP in den USA vertreten ist. "Ich weiß nicht, wann die neue Strecke in Texas soweit ist. Wir haben ja auch noch ein Rennen in Kalifornien", gibt Pedrosa zu bedenken.

Ben Spies würde Indianapolis allerdings vermissen. "Für mich ist es ein Heimrennen, vor meinen Fans", sagt der Yamaha-Pilot. "Ich habe hier gute Ergebnisse gehabt. Für mich ist es ein angenehmer Flug hierher. Hier zu fahren hat also viele Vorteile." Doch selbst wenn Indianapolis aus dem MotoGP-Kalender verschwinden würde: Ab 2013 hat der in Texas aufgewachsene Spies mit dem Rennen in Austin endlich ein "richtiges" Heimrennen.

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel