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Suzuki-Pilot Alvaro Bautista stellte im nassen zweiten Training die Bestzeit auf © Suzuki

Alvaro Bautista beschert Suzuki im verregneten zweiten Training in Valencia die Bestzeit - Drei Ducati-Piloten im Spitzenfeld mit dabei

Im zweiten Freien Training für den Grand Prix von Valencia herrschten regnerische und nasse Bedingungen. Die Zeiten hatten nicht viel Aussagekraft und das Klassement war durchgemischt. Die Ducati-Piloten zeigten sich im Nassen gut aufgestellt. An die Spitze setzte sich allerdings Alvaro Bautista, der die einzige Suzuki im Feld fährt. An der Box verfolgte Ex-Suzuki-Grand-Prix-Sieger Chris Vermeulen das Geschehen auf der Strecke. Noch ist die Zukunft bei Suzuki nicht entschieden. Mit der Bestzeit setzte Bautista ein Ausrufezeichen und bekam an seiner Box Applaus.

Der Spanier markierte vor heimischer Kulisse eine Zeit von 1:47.975 Sekunden. Damit war Bautista aber deutlich langsamer als Casey Stoner am Vormittag, als die Bedingungen zwar feucht, aber deutlich besser waren. Die zweitschnellste Runde am Nachmittag drehte Nicky Hayden auf der Werks-Ducati. Sein Teamkollege Valentino Rossi landete auf Platz sieben. Im Verlaufe des Trainings verbremste sich der Italiener einmal und musste in den Notausgang ausweichen.

Auch auf den Plätzen drei und vier folgten Ducati-Piloten. Randy de Puniet (Pramac) hatte als Dritter einen Rückstand von sieben Zehntelsekunden auf die Spitze. Rookie Karel Abraham (Cardion) war konstant schnell unterwegs, doch in den letzten Minuten stürzte der Tscheche in Kurve eins. Seine Desmosedici überschlug sich mehrmals im Kiesbett und wurde stark beschädigt.

Abraham kämpft in Valencia noch gegen Cal Crutchlow (Tech-3-Yamaha) um den Titel des besten MotoGP-Neulings 2011. In der WM hat Crutchlow einen Punkt Vorsprung, aber im zweiten Training lag er als Fünfter knapp hinter Abraham zurück. Bester Honda-Pilot war Andrea Dovizioso als Sechster. Weltmeister Stoner reihte sich hinter Rossi an der achten Stelle ein. Dani Pedrosa auf der dritten Werks-Honda fuhr die neuntschnellste Zeit.

Starkes Debüt von Hayes

Eine Talentprobe gab Josh Hayes ab. Der US-Amerikaner feiert an diesem Wochenende sein MotoGP-Debüt und springt für den verletzten Colin Edwards bei Tech 3 ein. Zweitweise war Hayes auf Platz fünf zu finden und mischte am Ende als Zehnter bei schwierigen Bedingungen gut mit. Ähnlich positiv lief es auch für Lorenzo-Ersatz Katsuyuki Nakasuga, der mit der Werks-Yamaha die elftschnellste Zeit fuhr.

Dagegen blieb seinem Teamkollegen Ben Spies das Pech treu. In der Bremszone für Kurve eins kam der Texaner außen auf die weiße Linie. Noch dazu floss an dieser Stelle ein kleines Rinnsal aus Regenwasser. Spies hatte keine Chance und ging sofort zu Boden. Seine Yamaha, die erneut in den rot-weißen Jubiläumsfarben lackiert ist, rutschte ins Kiesbett. Spies stapfte davon. Anschließend ging der Assen-Sieger nicht mehr hinaus und wurde in der Zeitenliste auf Platz 14 zurückgereiht.

Zwischen die beiden Werks-Yamaha schoben sich Hector Barbera (Aspar-Ducati) und Loris Capirossi (Pramac-Ducati). "Capirex" fährt an seinem letzten Wochenende seiner 22 Jahre umspannenden Karriere mit der Startnummer 58 in Erinnerung an "Super Sic". Die Gresini-Mannschhaft hat sich nach der Tragödie von Sepang für einen Start in Valencia entschieden. Hiroshi Aoyama stürzte allerdings ins Kiesbett. Hinter dem Japaner belegte Toni Elias den letzten Platz. Der Spanier zerstörte seine LCR-Honda bei einem Sturz.

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