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Die Atmosphäre in der Gresini-Box war "surreal", meinte Teamchef Fausto Gresini © Honda

Am ersten Rennwochenende nach Marco Simoncellis Tod dominiert bei Gresini-Honda nach wie vor die Trauer über den verstorbenen Star des Teams

Um den beim Grand Prix von Malaysia tödlich verunglückten Marco Simoncelli zu Ehren, hat sich das Gresini-Team dazu entschlossen, beim Saisonfinale der MotoGP in Valencia trotz aller Trauer an den Start zu gehen. Während auf der Seite der Boxengarage, in der normalerweise Simoncellis Crew arbeitet, lediglich die Maschine und die Boxentafel des 250er-Weltmeisters von 2008 ausgestellt war, bemühte sich der Rest des Teams auf der anderen Seite um Normalität.

"In unserer Garage herrschte heute so viel Traurigkeit", erklärt Teamchef Fausto Gresini. "Die Atmosphäre war ohne 'Super Sic' surreal. Es war extrem schwierig, den Tag durchzustehen. Man muss es nicht extra betonen, dass er vermisst wird. Aber für uns ist es wichtig gewesen, hier zu sein und sein Vermächtnis zu ehren - denn das ist es, was er gewollt hätte."

Am weitestgehend verregneten ersten Trainingstag quälte sich der zweite Gresini-Fahrer, Hiroshi Aoyama, auf Platz 14 (1:47.581 Minuten). Der Japaner gehörte zu den zahlreichen Fahrern, die am Freitag stürzten. "Hiroshi hat versucht, unter sehr schwierigen Bedingungen das Limit zu finden. Aber es war sehr hart für ihn. Ich bin mir sicher, dass er am Sonntag in Marcos Namen sein Bestes geben wird", glaubt Gresini.

"Das Gripniveau war nicht das beste", sagt Aoyama. "Ich bin mit dem Ergebnis nicht zufrieden. Ich hoffe, dass ich morgen und am Sonntag schneller fahren kann. Das ist für mich ein wichtiger Grand Prix, denn es wird mein letzter in der MotoGP sein. Ich sehne mich danach, ein gutes Ergebnis zu erzielen, im Marco zu ehren. Wir alle vermissen ihn sehr. Ich werde versuchen, wegen all dieser Gründe mein Bestes zu geben."

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