vergrößernverkleinern
Casey Stoner hat Ben Spies auf den letzten Metern noch abgefangen © Honda

Casey Stoner hat seine erfolgreiche Saison mit einem Sieg in Valencia beendet - In der 800er-Ära hat der Australier mit Abstand die meisten Rennen gewonnen

Einsetztender Regen machte das MotoGP-Finale in Valencia in der Schlussphase spannend. Die ersten zwei Drittel des Rennens dominierte Casey Stoner nach Belieben und fuhr dem Feld auf und davon. Der Australier demonstrierte, dass er in dieser Saison der schnellste Mann war. Als es stärker zu regnen begann, büßte Stoner allerdings seinen Vorsprung ein und fiel hinter Ben Spies (Yamaha) auf Platz zwei zurück. Erst im Zielsprint fing der Honda-Pilot den Texaner noch ab und feierte seinen zehnten Saisonsieg.

"Die Wetterbedingungen waren an diesem Wochenende ehrlich gesagt scheußlich. Es war nicht nass, aber auch nicht trocken. Selbst als die Strecke trocken war, war es dennoch nicht komplett trocken. Es gab immer feuchte Flecken. Die Bedingungen waren sehr schwierig und im Rennen war das nicht anders", sagt der Weltmeister. "Es regnete das ganze Rennen über, aber immer nur wenig. In jeder Runde änderte sich das in jeder Kurve. Man wusste deshalb nie, wie man eine Kurve attackieren soll."

"Ich baute mir einen komfortablen Vorsprung auf. Immer wenn ich spürte, dass der Regen stärker wurde, drosselte ich etwas das Tempo und wartete bis der Regen schwächer wurde. Dann konnte ich den Vorsprung wieder vergrößern. Ich fühlte mich recht gut und das Motorrad funktionierte optimal. Dann fing es aber stärker an zu regnen. In einigen Kurven ist das Hinterrad stark gerutscht."

"Ich wollte deshalb nicht weiter pushen und dachte mir, falls mich jemand ein- und überholen würde, dann fahre ich mit dem Tempo weiter, mit dem ich mich wohl fühle. Wenn mich jemand überholen würde, dann würde ich besser das Limit abschätzen können und wie rutschig es ist", schildert der erste und letzte 800er-Sieger der Geschichte. Schließlich kam Spies stark auf und nahm Stoner die Führung ab.

"Ben hat mich überholt, nachdem mir ein kleiner Fehler unterlaufen war und ich statt in den ersten auf neutral geschalten habe. Er hat sehr gut ausgesehen. Er ist die Kurven sehr schön und sanft gefahren. Auf der Bremse und bei der Beschleunigung konnte ich wieder etwas auf ihn aufschließen. Abgesehen davon dachte ich nicht, dass ich eine Chance haben würde. Ich wollte keine unnötigen Risiken eingehen."

Das änderte sich aber kurz vor dem Ziel. "Ungefähr in der Hälfte der letzten Runde dachte ich mir: 'Das wars. Es ist die letzte Runde der Saison.' Ich entschied mich dann doch dafür, einige Risiken einzugehen, die ich das ganze Jahr über nicht eingegangen bin. Es hat sich ausgezahlt. Ich konnte Ben in der letzten Kurve einholen. Ich kam sehr gut aus der letzen Kurve heraus. Ich glaube nicht, dass ich mehr Schwung hätte haben können. Bis zur Linie konnte ich ihn gerade noch schnappen. Sorry Ben, aber ich bin sehr glücklich, dass die Saison so geendet hat."

Stoner hat die 800er Ära dominiert wie kein anderer Fahrer. Valentino Rossi hat zwar ebenfalls zwei WM-Titel gefeiert, doch in der Einzelstatistik ist der Australier klar vorne. Insgesamt 33 Siege hat Stoner zwischen dem Saisonauftakt in Katar 2007 und dem Finale in Valencia 2011 gefeiert. 33 Mal startete er vom besten Startplatz. Rossi kommt im gleichen Zeitraum auf 21 Triumphe und 14 Poles. Jorge Lorenzo, der erst seit 2008 in der MotoGP ist, bringt es auf 17 Siege und 18 Pole-Positions.

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel