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In der Box wurde gespannt den Aussagen der Fahrer über die neue M1 zugehört © Yamaha

Crutchlow und Dovizioso sind vom Potenzial der neuen Yamaha M1 begeistert - Die Ingenieure waren sehr interessiert am Feedback von Neuzugang Dovizioso

Das Tech-3-Team war an den beiden Testtagen in Valencia erstmals mit der neuen Yamaha M1 unterwegs. Da Jorge Lorenzo im Werksteam fehlte, sah man viele Yamaha-Ingenieure in der Tech-3-Box, denn sie wollten das Feedback von Andrea Dovizioso hören. Der Italiener hat viel Erfahrung von seiner Honda-Zeit und konnte wichtige Aussagen machen. "Dovi" fuhr am Mittwoch die viertschnellste Runde. Sein neuer Teamkollege Cal Crutchlow war etwas schneller und hatte am Mittwoch sieben Zehntelsekunden Rückstand auf die schnellste Honda. Die ersten Eindrücke der neuen Yamaha waren bei beiden Fahrern positiv.

"Es war ein sehr wichtiger Test, um sich an die neue 1.000er zu gewöhnen", sagt Crutchlow. "Glücklicherweise war das Wetter gut und wir konnten viele Runden fahren, um das Potenzial des Motorrades auszuloten. Die 1.000er scheint meinem Stil viel besser zu liegen und ich muss sagen, dass Yamaha einen sehr gute Job gemacht hat. Wir arbeiten mit einer starken Basis."

"Das Motorrad fühlt sich ähnlich an wie die 800er, aber Yamaha hat es geschafft die Stärken des diesjährigen Motorrades zu behalten. Man fühlt sofort die zusätzliche Motorenkraft, was beeindruckend ist. Ich bin glücklich, weil ich ein konstantes Tempo gefahren bin. Jetzt freue ich mich auf die Winterpause. Ich habe in meiner Rookie-Saison viel gelernt, was mir helfen wird, 2012 noch stärker zu sein."

Die Yamaha-Ingenieure waren außerdem heiß auf das Feedback von Dovizioso. "Ich möchte mich bei Tech 3 bedanken, denn ich habe mich sofort wohl gefühlt. Es war ein aufregender Start ins das neue Abenteuer und es war ein positiver und produktiver Test. Ich bin zum ersten Mal die 1.000er gefahren und der Motor ist sehr beeindruckend. Das Motorrad ist sehr ähnlich wie die 800er zu fahren und hat viele gute Punkte für meinen Fahrstil."

"Die Yamaha hat eine gute Stabilität auf der Bremse und ist am Kurveneingang gut. Bei Richtungswechsel ist man mit den Reifen richtig gut verbunden. Der Motor ist kontrollierbar. Ich glaube er ist auch viel besser, aber ich hatte am Kurvenausgang stark zu kämpfen. Das Motorrad machte Wheelies und bewegte sich stark. Deshalb konnte ich keine gute Runde fahren. Selbst mit einem neuen Reifen habe ich mich nur um zwei Zehntel verbessert."

"Die Rundenzeit war nicht wichtig. Ich wollte verstehen, in welchen Bereichen man das Motorrad verbessern muss." Auch der Italiener sieht viele Ähnlichkeiten zur 800er, die er am Dienstag kurz gefahren war. "Die Charakteristik des Chassis ist sehr ähnlich, nur der Motor ist anders. Wir haben mehr Kraft und geringere Drehzahlen." Auf der Strecke war deutlich zu hören, dass Dovizioso früh schaltete. "Das war aufgrund der Wheelies."

"Ich wollte meinen Stil nicht verändern, aber bei diesem Motorrad muss man das machen, weil man viel rutscht. Das ist genau der gegenteilige Weg als bei Honda. Ich bin immer mehr Schräglage als Casey und Dani gefahren. Jetzt ist es komplett anders. Wenn ich versuche mehr Grip zu haben, dann pumpt das Motorrad stark und ich verliere bei der Beschleunigung viel Zeit. Ich glaube nicht, dass man das Motorrad mit so vielen Rutschern fahren sollte. Yamaha versteht das auch. Jorge war nicht da und ich habe viel Erfahrung mit Honda. Sie wissen, dass ich ihnen wichtiges Feedback geben kann."

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