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Sein letztes Rennen bestritt Capirossi mit der 58 des verunglückten Simoncelli © Bridgestone

Loris Capirossi ist nach seinem Rücktritt vom aktiven Rennsport der festen Überzeugung, die richtige Entscheidung getroffen zu haben

Loris Capirossi hängte im Anschluss an das MotoGP-Saisonfinale in Valencia seinen Helm an den Nagel. Der 38-Jährige, der in den Jahren 1990 und 1991 den 125er-Titel sowie im Jahr 1998 den 250er-Titel gewinnen konnte, hatte diesen Schritt bereits im Rahmen des Misano-Wochenendes im September angekündigt.

Der tragische Unfalltod seines Landsmanns Marco Simoncelli am 23. Oktober in Sepang hatte mit der Entscheidung Capirossis nichts zu tun. Wohl aber sieht sich "Capirex" angesichts des Unglücks in seiner Wahl, dem aktiven Rennsport nach 22 Jahren und 328 Rennen 'Auf Wiedersehen' zu sagen, bestätigt.

"Ich habe im Vorfeld meiner Entscheidung versucht abzuwägen, ob es wohl die richtige sein wird oder nicht" gesteht Capirossi gegenüber 'Motor Cycle News'. "Rückblickend kann ich sagen, dass es der richtige Zeitpunkt war. Nach 22 Jahren im Fahrerlager beginnt für mich nun ein neues Leben", so der Italiener, der ein Angebot von Forward, im kommenden Jahr ein CRT-Bike zu entwickeln, dankend abgelehnt hat.

"Meine Fahrerlagerbesuche geschahen bisher ausschließlich als Fahrer", erinnert Capirossi. "Nun schlage ich eine andere Richtung ein und bin sehr glücklich damit". In der kommenden Saison fungiert Capirossi als Sicherheitsberater der Dorna und soll helfen, Tragödien wie den tödlichen Unfall von Simoncelli beim Grand Prix von Malaysia künftig nach Möglichkeit zu verhindern. Die legendäre Startnummer 65 von "Capriex" wird aus Respekt vor den Leistungen des dreimaligen Weltmeisters künftig nicht mehr vergeben.

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