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Jorge Martinez hat gut lachen: Sein Team ist für 2012 gut aufgestellt © Motorsport-Total.com

Nach dem Gewinn der 125er-WM mit Nico Terol hat das Aspar-Team 2012 viel vor: Erster Sieg in der Moto2 und Umsetzung eines CRT-Projekts in der MotoGP

Aspars Erfolgsbilanz in der 125er-Weltmeisterschaft ist überaus beeindruckend. Vier der letzten sechs Titel in der Achtelliterklasse gingen an Fahrer des Teams von Jorge Martinez. Nach Alvaro Bautista (2006), Gabor Talmasci (2007) und Julian Simon (2009) sicherte sich in dieser Saison Nicolas Terol den Titel in der Einsteigerklasse - in vielerlei Hinsicht der vielleicht logischste WM-Gewinn von allen.

Terol entstammt nämlich der am Circuit Ricardo Tormo beheimateten Rennfahrerschule "Cuna de Campeones" ("Wiege der Meister"), an der neben Martinez auch der Hauptsponsor des Aspar-Teams beteiligt ist. Nach den WM-Rängen drei und zwei in den Jahren 2009 und 2010 folgte also in diesem Jahr der von langer Hand geplante Triumph. In der kommenden Saison steigt Terol innerhalb des Aspar-Teams in die Moto2 auf, wo er gemeinsam mit Neuverpflichtung Aleix Espargaro für den ersten Sieg der Mannschaft in der 600er-Klasse sorgen soll.

"Er hat eine große Zukunft vor sich", sagt Martinez über Terol. "Er ist ein echter Kämpfer und ein harter Arbeiter. Man muss den Aufwand, den er betrieben, und den Fortschritt, den er über die Jahre gemacht hat, bewundern. Er ist nie zufrieden. Er verbessert sich ständig und ich bin mir sicher, dass das in Zukunft so weitergeht."

Mit dem Wechsel von einer Ducati-Kundenmaschine zu einem CRT-Bike von Suter betritt die MotoGP-Abteilung von Martinez' Team im kommenden Jahr Neuland. "Wir wollen ein großes CRT-Projekt etablieren", wird der Spanier von 'crash.net' zitiert. "Die MotoGP-Weltmeisterschaft verändert sich stark. Wir wollen sicherstellen, dass wir bei den Veränderungen dabei sind, um ein starkes und solides Team aufzubauen."

Angesprochen auf das Potenzial seines Teams gerät der viermalige Weltmeister regelrecht ins Schwärmen. "Das Schöne an diesem Team und diesem Projekt ist, dass wir nie aufhören zu träumen oder uns nach vorn zu bewegen", findet Martinez. Wer die Aspar-CRT-Maschine, die wahrscheinlich von einem Aprilia-Motor angetrieben wird, 2012 steuern wird, steht noch nicht fest.

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