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Schutzvorrichtungen vor dem Bremshebel sollen im Zweikampf für Sicherheit sorgen © Bridgestone

Die Grand Prix Kommission hat neben der Aufhebung des Testverbots auch weitere Detailänderungen am Reglement für 2012 vorgenommen

Wie berichtet hat sich die Grand Prix Kommission in Valencia auf eine Änderung der Testbestimmungen in der MotoGP geeinigt. Ab sofort dürfen die Werksfahrer wieder frei testen. Die einzige Beschränkung liegt in der Anzahl der Reifen, die bei 240 liegt. Das bedeutet, dass beispielsweise Valentino Rossi nicht mehr auf acht Testtage limitiert ist, sondern innerhalb der Reifenbeschränkung soviel fahren kann, wie er will. Ducati war einer der drei Hersteller, der sich für die Aufhebung der Testbeschränkung stark gemacht hatte.

Außerdem gibt es Gerüchte, wonach Randy de Puniet bei Ducati als Testfahrer andocken könnte. Die italienische Marke braucht dringend Verbesserungen, und ein Fahrer, der über Erfahrung verfügt und die Desmosedici am Limit fahren kann, wäre willkommen. Der Franzose hat noch keinen Vertrag für die kommende Saison und hat kein Interesse an einem CRT-Motorrad, der Moto2 oder einem Wechsel in die Superbike-WM.

Die Grand Prix Kommission hat noch weitere Detailänderungen beschlossen. Das Minimalgewicht eines MotoGP-Prototypen beträgt künftig 150 Kilogramm. Die CRT-Motorräder sind drei Kilogramm schwerer. In der Moto2 beträgt das Mindestgewicht des Motorrades 140 Kilo. In der neuen Moto3 sind es 148 Kilogramm inklusive Fahrer.

Eine Klarstellung gab es auch bei den Karbon-Bremsen. Die Scheiben der MotoGP-Prototypen müssen einen Durchmesser von 320 Millimetern haben und nur zwei Standardscheiben sind erlaubt. Die CRT-Motorräder dürfen auch Scheiben mit einem anderen Durchmesser verwenden. Außerdem darf der Keramikanteil in der Bremse in keiner Klasse mehr als zwei Prozent betragen.

Eine weitre wichtige Änderung ist eine Schutzvorrichtung vor dem Bremshebel. Damit will man verhindern, dass im Zweikampf ein Fahrer den Bremshebel eines Konkurrenten berührt und unabsichtlich eine Vollbremsung passiert. Das hat schon zu mehreren schweren Stürzen geführt. Marco Simoncelli berührte im Jahr 2008 in der 250er-Klasse beim Mugello Grand Prix den Bremshebel von Hector Barbera, der daraufhin bei hoher Geschwindigkeit stürzte.

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