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Gresini-Pilot Alvaro Bautista fährt 2012 seine dritte MotoGP-Saison © Honda

Ex-Suzuki-Werksfahrer Alvaro Bautista wehrt sich dagegen, das Erbe von Marco Simoncelli bei Gresini anzutreten und blickt auf 2011 zurück

Der Wechsel von Alvaro Bautista vom Suzuki-Werksteam zu Gresini war einer der großen Wechsel für die MotoGP-Saison 2012. Kurz darauf verkündete der japanische Motorradhersteller mit den charakteristisch blauen Bikes den Rückzug aus der MotoGP. In der bisher letzten Saison fuhr das Team mit Speerspitze Bautista lediglich auf den vierten und letzten Platz bei den Herstellern und lag als Team knapp vor Cardion Ducati und LCR Honda.

"Es war ein hartes Jahr", reflektiert Bautista gegenüber der Agentur 'Europa Press'. "Es begann durch den Sturz in Qatar nicht so, wie erwartet. Dann musste ich meine Zuversicht zurückgewinnen. Mitte der Saison wurde es besser. Ich habe mit Enthusiasmus und Zuversicht weitergemacht und kleine Schritte vorwärts gemacht, um das Motorrad wettbewerbsfähiger zu machen."

Kein Glück in den Rennen

"Im Training war ich meist Sechster oder Siebter. Ich konnte einige Male aus der zweiten Reihe starten. In den Rennen fehlte uns das Glück. Zum Ende des Jahres verpassten wir die Gelegenheiten, gute Resultate zu holen", bedauert der Spanier und merkt an: "Wir müssen aber zufrieden sein."

Nach dem finalen Rennen in Valencia verkündete der 125er-Weltmeister von 2006 den Weggang von Suzuki: "Ich habe Suzuki lediglich wegen der technischen Dinge verlassen", stellt er auf der offiziellen Seite der MotoGP klar und lobt das Team: "Die Leute sind fantastisch und ich bin sehr froh über die Arbeit, die ich vergangenes Jahr leistete."

"Ich möchte mich beim Team entschuldigen, aber der technische Plan für das kommende Jahr war für mich nicht optimal und ich dachte mir, dass es der beste Weg für mich sei, das Team zu wechseln, wenn ich ein wettbewerbsfähiges Motorrad haben will. Und das habe ich getan", so Bautista. "Wir werden die blauen Motorräder auf der Strecke vermissen."

Gresini ohne Fahrer

Ursprünglich kamen für Bautista auch noch Tech 3 Yamaha und LCR Honda in Frage. Beim französischen Yamaha-Satellitenteam entschied man sich aber für Andrea Dovizioso und bei LCR gab es eine Art Vereinbarung, die vorsah, dass man wartet, bis sich Suzuki entschieden hat. Durch die Tragödie um Simoncelli öffnete sich eine weitere Tür: Gresini stand plötzlich ohne Fahrer da.

Ob Bautista von HRC aber die gleiche Werksunterstützung erhält, die der verunglückte Italiener genossen hätte, ist unklar. Gleichzeitig möchte sich der neue Gresini-Pilot nicht als Nachfolger von Simoncelli sehen: "Ich hasse es, zu sagen, dass ich Simoncellis Motorrad erbe. Es war für jeden ein tragischer Unfall", stellt Bautista klar und ergänzt: "Gresini hatte zwei Fahrer: Marco und Hirsohi."

"Ich werde mit den Mechanikern von Hiroshi arbeiten und nicht mit denen von Marco. Es ist wahr, dass ich vermutlich auf Grund der Dinge, die passiert sind, hier bin. Aber ich werde nicht seinen Platz einnehmen", schildert er. Für 2012 möchte Bautista noch keine Prognosen abgeben: "Es ist schwierig, sich Ziele zu setzen. Ich gehe Schritt für Schritt, fühle mich wohl, arbeite gut mit dem Team zusammen und werde mein Bestes geben."

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