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Jorge Martinez setzt von Beginn an auf die neue Claiming-Rule © Motorsport-Total.com

Die Aspar-Mannschaft wird in der kommenden Saison zwei Claming-Rule-Motorräder von Aprilia mit den Fahrern Randy de Puniet und Aleix Espargaro einsetzen

Jorge Martinez "Aspar" hat die Weichen für die Zukunft gestellt. Statt der Ducati-Kundenmaschine setzt der Spanier in der kommenden Saison zwei Claiming-Rule-Motorräder ein. Das Material kommt von Aprilia. Die Aspar-Mannschaft arbeitet seit 1996 mit dem italienischen Hersteller zusammen und man hat gemeinsam insgesamt vier WM-Titel gewonnen. Darunter ist auch der letzte 125er-Titel der Geschichte mit Nicolas Terol. Ab 2012 beginnt ein neues Kapitel in der MotoGP. Martinez setzt von Beginn an auf die neue Claming-Rule-Regel.

Die beiden Aprilia werden von Randy de Puniet und Aleix Espargaro gesteuert. Der Franzose hat in den vergangenen Tagen bereits die Aprilia in Jerez getestet und mit der Aspar-Mannschaft gearbeitet. Bereits im Jahr 2005 ist de Puniet für Martinez in der 250er-Klasse gefahren. Auch Espargaro kennt das Team aus der Saison 2009. Der Spanier hat 2010 eine MotoGP-Saison für Pramac-Ducati absolviert.

Nach dem Saisonfinale hing de Puniet in der Luft. Bei einem Testtag mit Suzuki zeigte er das Potenzial, doch die Japaner entschieden sich für den Ausstieg. Nun wird de Puniet künftig ein CR-Motorrad steuern. "Ich bin sehr glücklich, dass ich zum Aspar-Team zurückkehren kann, für das ich bereits im Jahr 2005 gefahren bin. Ich habe sehr gute Erinnerungen an diese Zeit. Jetzt nehmen wir als CR-Team eine neue Herausforderung an. Ich weiß, dass es ein sehr konkurrenzfähiges Team ist. Sie werden für das beste Material kämpfen", so der 30-Jährige.

"Wir haben bereits getestet und viel positives Feedback gesammelt. CRT ist die Zukunft der MotoGP. Obwohl viel Arbeit vor uns liegt, wird es sehr angenehm. Wir müssen uns in der nächsten Saison so schnell wie möglich auf den neuen Prototypen einstellen und den Rückstand auf die Werksmotorräder reduzieren. Die Tests in Jerez waren sehr produktiv. Wir hatten gutes Wetter und konnten viele Daten sammeln. Die Rundenzeiten waren interessant. Wir sind noch sehr weit weg von dem Motorrad, mit dem wir die Saison starten werden"

Espargaro kehrt nach einer Moto2-Saison wieder in die Königsklasse zurück. "Ich bin begeistert, dass ich zum Aspar-Team stoße und wieder in die MotoGP zurückkehre. 2010 war eine positive Saison für mich. Ich hätte gerne noch ein weiteres Jahr angehängt." Espargaro hatte einen Vertrag für die Moto2, aber Martinez verpflichtete kurzfristig Toni Elias und bot Espargaro das CR-Motorrad an.

"Ich glaube, dass ich mit meiner Größe und meinem Gewicht viel besser in die Königsklasse passe. Ich bin mir sicher, dass es ein gutes Jahr werden wird und wir einige gute Resultate holen können. CRT ist ein komplett neues Konzept und es wartet noch viel Arbeit auf uns. Ich bin zu Aspar gegangen, weil sie bestimmte Garantien bieten können. Sie werden diese Herausforderung meistern. Es ist ein professionelles Team und ich bin mir sicher, wir werden ein tolles Motorrad entwickeln. Ich bin glücklich, in dieses Projekt involviert zu sein."

Für Martinez sprachen auch die finanziellen Voraussetzungen für ein CR-Team, denn die Aprilia soll rund 1,3 Millionen Euro Kosten. Die Aprilia kann man im Gegensatz zum Ducati-Prototypen, der um den doppelten Preis verleast wird, kaufen. "Wir sind sehr glücklich, weil wir vor einer komplett neuen Herausforderung stehen. Wir sind überzeugt, dass CRT die Zukunft der MotoGP ist."

"Deshalb zählen wir zu den Ersten, die diese Initiative ergreifen", sagt Martinez. "Als Team wollen wir kontinuierlich wachsen. Nachdem wir in den ersten beiden Jahren einen Fahrer hatten, sind es mit Randy und Aleix künftig zwei. Ich heiße Randy willkommen zurück. Wir haben gute Erinnerungen an die gemeinsame Zeit."

"Aleix war auch schon 2009 bei uns, wenn auch nur für zwei Rennen. Wir sind überzeugt, dass es ein erfolgreiches Projekt wird. Wir wollten immer mit Aprilia zusammenarbeiten, weil wir eine sehr erfolgreiche Partnerschaft haben. Außerdem haben sie in den kleinen Klassen viele Erfolge gefeiert. Wir wollen das beste CR-Team sein und uns für den nächsten Schritt im Jahr 2013 vorbereiten."

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