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Stefan Bradl gewann in der Saison 2010/2011 die Gesamtwertung in der Moto2 © getty

Die ersten Tests auf der LCR-Honda stimmen Stefan Bradl trotz Ausrutscher optimistisch. An Muskeln fehlt es ihm nicht.

Kuala Lumpur/München - Stefan Bradl ist schnell in der Königsklasse angekommen.

Die ersten Testfahrten in Malaysia waren für den MotoGP-Aufsteiger ein voller Erfolg, mit vielen Erkenntnissen und einem guten Gefühl im Gepäck kehrt der Motorrad-Weltmeister aus dem schwülwarmen Kuala Lumpur ins eiskalte Deutschland zurück.

Schon in knapp vier Wochen kommt der Newcomer wieder.

"In Anbetracht der gesamten Arbeit der letzten drei Tage bin ich ziemlich zufrieden mit meiner Performance auf diesem neuen Motorrad", sagte Bradl nach seiner Premiere auf der LCR-Honda RC213V.

Bradl im Mittelfeld

Der 22-Jährige hatte beim ersten Kräftemessen der 1000-Kubikzentimeter-Maschinen keinerlei Probleme und konnte auf Anhieb mit der Konkurrenz mithalten. Ein harmloser Sturz am zweiten Tag hatte keine Folgen, entsprechend schnell hakte der Neuling den Ausrutscher ab.

Schritt für Schritt verbesserte sich Bradl beim offiziellen Start der Saisonvorbereitung.

Von Dienstag (2:03,668 Minuten) über Mittwoch (2:02,414) bis Donnerstag (2:01,894) wurde der Moto2-Champion auf dem 5,548 Kilometer langen Kurs kontinuierlich schneller.

Nur zehn der 18 angetretenen Fahrer ließen den Neuen hinter sich.

Anpassungen beim Fahrstil

Doch für Bradl, der über die Testtage verteilt insgesamt 123 Runden absolvierte, standen Zeiten und Platzierungen nicht im Vordergrund.

"Wir haben jeden Tag einige Anpassungen im Bezug auf meinen Fahrstil gemacht, und ich bin jetzt zuversichtlich. Wir haben wichtige Daten für den nächsten Test am Ende des Monats gesammelt, ich bin mir sicher, dass noch mehr auf uns zukommt", sagte Bradl.

Grundsätzliche Voraussetzungen wie die richtige Positionen von Sitz, Lenker und Fußrasten sind schon mal geschaffen.

[kaltura id="0_prl7wwld" class="full_size" title="Bradl Nur ein harmloser Ausrutscher "]

"Es wartet noch sehr viel Arbeit"

Mehr als zwei Monate vor dem Saisonauftakt in Katar (8. April) ist Bradl guter Dinge, doch die Testfahrten waren beim Abenteuer MotoGP erst der Anfang.

"Es wartet noch sehr viel Arbeit", weiß Bradl: "Aber allgemein hatte ich ein positives erstes Gefühl."

Mit einer 600er war Bradl im vergangenen Jahr Weltmeister geworden, nach dem Titelgewinn durfte der erste deutsche MotoGP-Pilot seit fünf Jahren die Vorjahres-Honda des LCR-Teams mit 800-Kubik-Motor testen. Jetzt folgte der erste Ritt auf der Tausender als dritte und letzte Steigerung.

Stoner mit Bestzeit

Bradl muss sich nach der Umstellung auf Ein-Liter-Maschinen noch mehr als alteingessene Piloten wie der Italiener Valentino Rossi oder der Australier Casey Stoner an ganz neue Kräfte gewöhnen.

Titelverteidiger Stoner blieb in Malaysia als einziger Pilot unter zwei Minuten und war mit seiner Honda trotz Rückenproblemen in 1:59,607 schnellster Fahrer.

Kraftraum zahlt sich aus

Doch auch Bradl kam mit seiner schweren mattschwarz lackierten Maschine gut zurecht: "Das Leistungsvermögen hat mich schon nach wenigen Runden beeindruckt. Es war nicht besonders anstrengend, weil ich in der Winterpause viel trainiert habe."

Die harte Arbeit in Sachen Fitness hat sich für Bradl schon jetzt ausgezahlt.

Nach der Heimreise hat der Newcomer fast vier Wochen Zeit, um sich im Kraftraum für die nächsten Runden auf dem Prototyp vorzubereiten.

Am 29. Februar geht es in Kuala Lumpur mit erneut dreitägigen Testfahrten weiter.

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