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Ende Juli wird sich das APR-Motorrad in der Öffentlichkeit beweisen © Honda

In Laguna Seca und Indianapolis gibt es ein weiteres Claiming-Rule-Motorrad: Attack-Performance hat in kürzester Zeit ein Motorrad entwickelt

Der MotoGP-Tross reist in den kommenden Wochen in die USA, wo die beiden Rennen in Laguna Seca und in Indianapolis auf dem Programm stehen. Das Feld der Königsklasse, besser gesagt das Claimimg-Rule-Feld, wird bei diesen beiden Grands Prix von einem ambitionierten Projekt erweitert. Richard Stanboli, der Besitzer der Firma Attack-Performance, wird ein eigenes Claiming-Rule-Motorrad mit Fahrer Steve Rapp ins Feld schicken. Es ist ein sehr junges Projekt, denn mit der Entwicklung wurde erst im April begonnen. Entwickelt wurde ein Aluminium-Chassis, in dessen Herz ein getunter Kawasaki-ZX-10R-Motor steckt. Ein Kawasaki-Triebwerk nutzt auch das Avintia-Team.

Der Motor soll über 220 PS leisten. Beim Fahrwerk setzt man auf bewährtes Material. Es kommen Brembo-Bremsen und Dämpferelemente von Öhlins zum Einsatz. Das Chassis wird APR ("Attack-Performance-Racing") genannt. Das Rollout findet an diesem Wochenende auf dem Buttonwillow-Raceway-Park statt, bevor es dann nach Laguna Seca geht. Das Rennwochenende wird also der erste richtige Test für dieses Motorrad. "Wir haben keine Erwartungen", wird Stanboli von 'MotoGP.com' zitiert.

"Ich finde, so ein Motorrad in dieser kurzen Zeit zu bauen, ist schon eine Leistung für sich. Den Grand Prix zu bestreiten ist schon für sich ein Ziel. Rapp hat viel Erfahrung auf dieser Strecke und ist in der AMA schon mehrmals auf dem Podium gestanden. Ich glaube, wir haben einen kleinen Heimvorteil und hoffentlich können wir mit den schnellsten CRT-Motorrädern mithalten. Wir werden es sehen."

Attack-Performance bestreitet in diesem Jahr auch die US-Superbike-Meisterschaft (AMA). Diese fährt in Laguna Seca auch im Rahmenprogramm, was viel Arbeit bedeutet. Mit Leidenschaft und viel Hingabe geht Stanboli an das CRT-Projekt heran. "Langfristig war es immer unser Ziel, ein richtiges Rennmotorrad bei uns im Haus zu bauen. In den vergangenen Jahren hat sich die AMA von puren Rennmaschinen entfernt. Wir arbeiteten auch über mehrere Jahre mit Kawasaki und Suzuki zusammen. Wir mussten uns deshalb an Verträge halten und konnten nicht unser eigenes Motorrad bauen."

Die neue Claiming-Rule ermöglichte dann den Schritt in den Grand-Prix-Sport. "Wir kontaktierten Mike Trimby (Generalsekretär der IRTA; Anm. d. Red) wegen einer Wildcard. Am 31. März bekamen wir das Okay und starteten mit dem Design und Aufbau. Ironischerweise fanden wir gleichzeitig einen Sponsor für die AMA und jetzt machen wir beides." Unter großem Zeitdruck wurde das CRT-Motorrad entwickelt. "Die Zeit war die größte Herausforderung", so Stanboli. "Wir bestreiten die AMA und müssen unseren Sponsor glücklich machen, bauten aber gleichzeitig das CRT-Bike."

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