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Colin Edwards fällt das Lachen momentan nicht gerade leicht © SuterRacing

Der "Texas Tornado" bezeichnet seine Suter-BMW als einen "Haufen Mist", gibt zu, dass er Probleme hat, sich zu motivieren und hofft auf einen Wechsel zu ART

Ex-Yamaha-Werkspilot Colin Edwards hat sich seine Saison sicher einfacher vorgestellt. Auch wenn von vorn herein klar war, dass das CRT-Projekt nicht einfach wird, scheint der Texaner momentan ziemlich niedergeschlagen zu sein. In der Fahrerwertung liegt der Suter-BMW-Pilot auf einem enttäuschenden 18. Platz und hat nach dem guten Saisonstart klar an Boden verloren. Zudem plagen ihn immer wieder die gleichen technischen Probleme.

"Mein Motorrad ist ein Haufen Mist", bemerkt er vor dem Rennwochenende in Laguna Seca. "Einige Dinge, die mir versprochen wurden, sind nicht eingetreten. Ich muss nicht nur versuchen, mit dem Motorrad Rennen zu fahren, sondern auch noch die komplette Entwicklung übernehmen. Wir haben keinen anderen Fahrer, der dabei hilft. Man muss das große Ganze runterskalieren, um sich auf das Feintuning zu konzentrieren. Das ist uns nicht gelungen. Wir haben Mitte der Saison."

Nach dem Rennen in Mugello testete Edwards unter anderem die FTR-Honda des Gresini-Teams. Es sieht alles danach aus, als ob Forward wie auch in der Moto2 Suter verlassen wird. "Ehrlich gesagt, weiß ich nicht, wie es weitergeht. Ich habe Gerüchte gehört, dass wir ab Indianapolis mit der Aprilia fahren. Damit können wir immer noch nicht mit den Prototypen kämpfen, doch die ART ist zumindest die beste CRT-Maschine im Feld. Wenn es zum Wechsel kommt, dann kann man das als einen Schritt nach vorne ansehen."

"Es ist eine harte Saison und nicht einfach, motiviert zu bleiben. Es ist doch egal, ob man Zehnter oder Elfter wird. Bester CRT-Pilot zu sein, ist einzig wahre Ziel", erklärt der "Texas Tornado", der die Einführung der CRT-Regel kritisiert: "Es ist einfach eine sinnlose Regel. Wieso sollte man um die Welt fliegen und Rennen bestreiten, wenn man weiß, dass man nicht gewinnen kann?"

Neben der fehlenden Motivation macht sich Edwards Gedanken über die Sicherheit in der MotoGP. Im Vorjahr war er beim verhängnisvollen Unfall von Marco Simoncelli dabei. Dieses Jahr gibt es durch die Zweiklassen-Gesellschaft große Geschwindigkeitsunterschiede. "Es ist in erster Linie gefährlich. Ich habe das Gefühl, dass ich die meiste Zeit damit verbringe, mich zu versichern, dass keiner der Prototypen direkt hinter mir ist und ich im Weg stehe", schildert der 38-Jährige.

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