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Nicky Hayden will unbedingt die Früchte seiner Arbeit bei Ducati ernten © Ducati

Der für die Saison 2013 bestätigte Ducati-Werkspilot Nicky Hayden zeigt sich von den Audi-Ressourcen beeindruckt und hofft auf Valentino Rossis Verbleib im Team

Die erste von zwei Personalfragen im Ducati-Werksteam für die kommende MotoGP-Saison ist seit dem Laguna-Seca-Freitag geklärt: Nicky Hayden sitzt auch im kommenden Jahr auf einer der beiden Werksmaschinen aus Borgo Panigale vor den Toren Bolognas. Wer in der Saison 2013 die zweite Desmosedici steuern wird, ist indes noch nicht klar.

Hayden jedenfalls ist froh, dass auf seiner Seite der Garage alles beim altem bleibt. "Ich bin natürlich sehr glücklich und hoffe, dass wir dank der zusätzlichen Ressourcen den nächsten Schritt tätigen können und deutlich wettbewerbsfähiger sein werden", spricht der US-Amerikaner die kürzlich abgeschlossene Ducati-Übernahme durch Audi an. "Für mich sind das auf jeden Fall tolle Neuigkeiten und ich hoffe, auch für alle Ducati-Fans", so Hayden angesichts seines neuen Kontrakts, der ihn für ein fünftes Jahr (plus Option für ein sechstes) an Ducati bindet.

Die Tatsache, dass es nicht von vornherein ein Zweijahresvertrag ist, sondern die Saison 2014 derzeit nur als Option vorgesehen ist, begründet Hayden, der am Montag 31 Jahre alt wird, wie folgt: "Auch ich werde älter und bin froh, zunächst mal ein Jahr fixiert zu haben. In Zukunft werde ich wohl nur noch Einjahresverträge abschließen. Es ist aber ein Einjahresvertrag mit einer Option, worüber ich sehr glücklich bin."

Speziell von der Ducati-Übernahme durch Audi verspricht sich der MotoGP-Champion des Jahres 2006 eine Menge. "Ich bin schon sehr gespannt, wie das ausgeht. Ich habe mich in Mugello mit den Jungs unterhalten und war von der Professionalität und ihrem Wissen beeindruckt. Es ist schwer zu sagen, wie schnell es gehen wird, denn alles braucht seine Zeit. Es ist auf jeden Fall eine tolle Sache, mit einem Unternehmen zusammenzuarbeiten, das sowohl finanziell als auch technisch über derart große Ressourcen verfügt."

Auch in Zukunft am liebsten Rossis Teamkollege

Angesprochen auf die Spekulationen der vergangenen Wochen, wonach er seinen Platz im Ducati-Werksteam unter Umständen an Cal Crutchlow hätte abtreten müssen, entgegnet Hayden: "Innerhalb des Teams hatte ich stets ein besseres Gefühl als es von außen den Anschein hatte. Gespräche sind zu dieser Jahreszeit etwas ganz Normales. Auch ich sprach mit anderen Teams und das Team sprach mit anderen Fahrern. Das ist nun mal Teil des Geschäfts."

Einen Hinweis darauf, wer in der MotoGP-Saison 2013 die zweite Werks-Ducati neben Hayden fahren wird, will "Kentucky Kid" noch nicht geben. Einen Wunsch hat der US-Boy aber sehr wohl: "Ich hoffe, dass Valentino bleibt. Dann könnten wir gemeinsam die Früchte ernten. Ich genieße es, sein Teamkollege zu sein, aber letztlich liegt die Entscheidung nicht bei mir. Wir müssen abwarten."

Vor den beiden gemeinsamen Ducati-Jahren 2011 und 2012 waren Rossi und Hayden bereits in der MotoGP-Saison 2003 Teamkollegen im Honda-Werksteam. Rossi selbst hat sich eigener Aussage zufolge hinsichtlich seiner Zukunft noch nicht festgelegt und schwankt zwischen einem Verbleib bei Ducati und einem Wechsel zurück ins Yamaha-Werksteam an die Seite von Jorge Lorenzo.

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