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Ben Spies war im Qualifying trotz Sturz der beste US-Amerikaner © Yamaha

Ein heftiger Highsider von Ben Spies sorgte im Qualifying in Laguna Seca für einen Schreckmoment - Der Lokalmatador wird aus der zweiten Reihe starten

Vor heimischer Kulisse wollte Ben Spies endlich sein Pech abschütteln. Im Qualifying für das Rennen in Laguna Seca lag der Yamaha-Werksfahrer zwischenzeitlich auf dem dritten Platz und hatte die Chance auf die erste Startreihe, doch dann ging wieder alles schief. Bei einem Highsider in Kurve drei blieb der US-Amerikaner unverletzt, doch er hat sich eine Ferse angeschlagen. Obwohl Spies nach dem ersten Sturz etwas durchgeschüttelt war, stieg er auf die Ersatzmaschine, konnte seine Zeit aber nicht mehr verbessern. Schließlich wurde es Startplatz vier.

"Der heutige Tag war okay. Ich hatte einen heftigen Sturz, der unglücklich war, weil ich glaube, ich hätte es in die erste Startreihe schaffen können", meint Spies nach dem Highsider unerschrocken. "Ich fühlte mich sehr gut, aber vielleicht habe ich die rechte Reifenflanke nicht richtig auf Temperatur gebracht. Es war ein großer Highsider. Ich bin dann aber wieder hinausgefahren und praktisch die gleichen Rundenzeiten wie vor dem Sturz gefahren. Ich muss meine Ferse röntgen lassen, weil sie bei dem Sturz einen Schlag abbekommen hat."

Unmittelbar nach dem Highsider gab es besorgte Gesichter in der Yamaha-Box. Nach der Untersuchung humpelte Spies mit Krücken durch das Fahrerlager. Trotzdem ist sein Teammanager Massimo Meregalli für das Rennen zuversichtlich. "Ben stürzte mit dem zweiten weichen Reifen. Er war aber sehr konstant und mit der Abstimmung zufrieden. Hoffentlich ist er für das Rennen zu 100 Prozent in Ordnung. Ich bin zuversichtlich, weil er in allen Trainings in den Top 4 war."

In die anschließende Pressekonferenz kam Spies mit Krücken. "Fersenverletzungen sind kompliziert, weil es viele kleine Knochen gibt. Leider habe ich mir in der Vergangenheit schon einige davon gebrochen. Bevor die Schwellung nicht nachlässt, ist unklar, ob es einen Bruch gibt", gibt Spies Auskunft über seinen Zustand. "Ich habe Schmerzen, aber auf dem Motorrad sollte es kein Problem sein. Ich habe mir auch den Kopf angeschlagen, aber ich muss warten, wie ich mich in der Früh fühle."

"Ich werde mich jetzt am Abend ausruhen und dann sehen, wie ich mich in der Früh fühlen werde. Ich hoffe, ich fühle mich gut, denn das Motorrad funktioniert hier sehr gut. Es sollte alles okay sein. Ich brauche nur Ruhe und Schlaf. In der Früh werde ich mich untersuchen lassen und dann weitersehen." Trotzdem ist er zuversichtlich, was die Performance betrifft.

"Ich glaube ich bin schnell genug, um an das Podium zu denken. Beide Reifen arbeiten sehr gut und ich war mit beiden Mischungen sehr schnell. Die härtere Variante ist sicherer, aber ich habe den Luxus, dass ich warten kann, wofür sich die anderen entscheiden. Beide Reifen funktionieren für mich sehr gut."

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