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Michele Pirro erzielte 2012 mit Platz fünf das beste CRT-Resultat © Honda

Ducati-Testfahrer Michele Pirro glaubt an die Zukunft der CRT-Motorräder, sofern man der neuen Klasse technische Zugeständnisse macht

In der ersten Saison der CRT-Motorräder war die MotoGP eine Zweiklassengesellschaft. Unter normalen Bedingungen war die neue Klasse gegen die Prototypen der MotoGP chancenlos - zu groß war der Leistungsunterschied. Für das beste Ergebnis eines CRT-Motorrads sorgte Michele Pirro mit Platz fünf beim Saisonfinale in Valencia. Dabei profitierte der Italiener jedoch von den wechselhaften Witterungsbedingungen und zahlreichen Ausfällen.

Trotz der ernüchternden Ergebnisse will Pirro, der in diesem Jahr Testfahrer bei Ducati ist, die neue Klasse noch nicht abschreiben. "Die CRT könnten eine Zukunft haben, wenn es gelingt, die Lücke zu den Prototypen zu verringern", wird Pirro von 'Motosprint' zitiert. Dies kann seiner Meinung nach vor allem über eine Änderung der Regeln und technische Zugeständnisse an die CRT-Motorräder geschehen.

"2013 werden die CRT von den weicheren Reifen profitieren. 2014 ändern sich die Regeln, das Niveau der Prototypen wird sinken", erklärt Pirro. Dadurch könnten die CRT-Motorräder seiner Meinung nach für einige Privatteams zu einer echten Alternative zu den Prototypen werden. "Das macht die CRT interessant. Sie werden das werden, was die Satelliten-Motorräder heute sind. Das ist die Zukunft", ist sich Pirro sicher.

Im vergangenen Jahr war die Situation für ihn aber noch deutlich anders. "Das CRT-Motorrad, das ich gefahren bin, war eine Katastrophe. Wir waren zu limitiert und haben nicht genügend Geld ausgegeben", analysiert Pirro, der 2012 im Team von Fausto Gresini eine FTR-Honda gefahren war. "Bei Aprilia war das anders. Die ART haben gezeigt, wie dicht sie an die Prototypen heranfahren können", blickt der Italiener auf den Klassenprimus Aspar, wo Aleix Espargaro und Randy de Puniet regelmäßig die Spitze des CRT-Feldes bildeten.