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Tech-3-Pilot Cal Crutchlow konnte gut mit den Werkspiloten mithalten © Tech 3

Der Tech-3-Pilot überrascht am Donnerstag in Katar mit der zweitschnellsten Zeit, bremst die Erwartungen aber ein und schreibt die Hondas noch nicht ab

Nach der Bestzeit beim Jerez-Test bestätigte Cal Crutchlow auch in Katar seine gute Form. Lediglich 58 Tausendstelsekunden trennten den Yamaha-Satellitenpilot im ersten Freien Training von Spitzenreiter Jorge Lorenzo. Zwischenzeitlich führte der Brite das Feld sogar an. "Ich bewerte das jetzt nicht über. Wir werden sehen, wie es morgen läuft. Wir testen ein anderes Setup", bremst er die Erwartungen.

"Wir haben uns heute an die Bedingungen gewöhnt. Es war neben der Linie ziemlich rutschig. Auf der Ideallinie war es nicht so schlecht, aber daneben gab es kaum Grip. Die Bremspunkte waren jedes Mal anders, der Wind hat die Arbeit erschwert. Die Bremspunkte variierten mit jeder Runde", berichtet der Tech-3-Pilot. "Ich konnte recht gute Rundenzeiten fahren und war vermutlich schneller als Marquez. Doch ich war definitiv nicht so schnell wie Lorenzo oder Valentino. Wir haben das Motorrad in der Session nicht besonders stark verändert."

"Es ist ein schwieriger Kurs. Wir haben die Leistung etwas heruntergeschraubt. Dadurch fühlte ich mich etwas sicherer. Doch morgen werden wir sicher mehr Leistung verwenden", erklärt er. "Mir macht es hier Spaß. Doch die erste Session ist immer ein bisschen anstrengend. Man ist an einigen Stellen zu schnell, fährt zu viele Wheelies, verpasst Bremspunkte - was alles auf die Streckenbedingungen zurückzuführen ist."

"Wir haben noch viel Arbeit. Wir müssen uns die Daten ansehen und dann muss ich meinen Fahrstil ein wenig anpassen und ein anderes Setup testen. Unser Setup unterscheidet sich von dem, was die Werkspiloten fahren. In den ersten 45 Minuten kann man nicht allzu viel probieren", so Crutchlow. Dass die Honda-Piloten am Donnerstag ihre liebe Mühe hatten, bewertet der Brite nicht über. Spätestens im Rennen rechnet er mit den RC213V-Piloten.

"Die Yamaha ist bei schwierigen Bedingungen besser. Wenn die Strecke sauberer wird, hat die Honda vermutlich einen Vorteil von einer halben Sekunde. Pedrosa wird morgen schnell sein, wenn der Kurs sauber ist. Bis der Kurs sich nicht in einem besseren Zustand befindet, sollte man die Resultate der Hondas nicht überbewerten. Die Hondas sliden sehr stark. Wenn der Grip gering ist, leiden sie stark. Aber wenn viel Grip da ist, sind sie stark. Morgen gibt es mehr Grip, dann sind sie schneller", schildert Crutchlow. "Pedrosa war 2012 bis um Warmup im Nirgendwo. Dann hat er beinahe das Rennen gewonnen.

Die Yamaha-Werkspiloten zeigten sich von Crutchlows starker Form beeindruckt: "Cal war in Jerez beeindruckend. In Austin war er nicht dabei. Doch auch in Sepang war er schnell. Sein Rhythmus war okay. Doch auch Bradl ist sehr stark. Cal kann mit uns vier Werkspiloten mithalten", prognostiziert Valentino Rossi. "Ich denke, wenn er ruhig bleibt und konstant fährt, dann kann er viele Podestplätze holen und Rennen gewinnen", schätzt Lorenzo. "Ich weiß nicht, ob er um die Meisterschaft kämpfen kann. Doch vermutlich wird das der Fall sein."

Für die Startaufstellung wird in Katar erstmals das neue Qualifyingformat durchgeführt. "Es macht es spannender und unterhaltsamer. Sicher denke ich, dass es besser ist, wenn mehr Fahrer auf der Strecke sind. Doch für die Fernsehzuschauer ist es so unterhaltsamer. Die CRT-Fahrer erhalten ihre Zeit und können auf der Strecke kämpfen. Doch wir werden sicher auch viele CRTs in unserer Gruppe sehen, da bin ich mir sicher. Vielleicht wird es auf Strecken wie dieser hier der Fall sein, doch auf kürzeren wird es sicher unterhaltsam", so Crutchlow.

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