vergrößernverkleinern
Als Achter schaffte Nicky Hayden am Freitag den Sprung in Q2 © Ducati

Nicky Hayden muss sich auf am Freitag hinter seinem neuen Ducati-Teamkollegen Andrea Dovizioso einreihen, ist für den Samstag aber optimistisch

Nicky Hayden schaffte wie von ihm im Vorfeld erhofft, schon am Freitag die Qualifikation für den zweiten und entscheidenden Teil des Qualifyings am Samstag, doch im Vergleich zu seinem neuen Teamkollegen Andrea Dovizioso (5.) wies der Ducati-Routinier aus den Vereinigten Staaten als Achter der Zeitenliste erneut Rückstand auf. Am Freitag belief sich der Abstand unterm Strich auf 0,25 Sekunden. Überrascht zeigt sich Hayden davon nur bedingt. "Ich habe damit gerechnet, dass 'Dovi' stark sein würde. Er setzte sich schon bei den Wintertests gut in Szene - nicht sensationell, aber er geht die Sache klug an und arbeitet hart", lobt der US-Amerikaner seinen neuen Kollegen aus Italien.

Auf die Tagesbestzeit von MotoGP-Rookie Marc Marquez (Honda) verlor Hayden gut eine halbe Sekunde. "Es war heute nicht einfach, denn die Bedingungen waren eine echte Herausforderung. Im zweiten Freien Training blies der Wind wirklich stark und es gab jede Menge Sand auf der Strecke. Es war noch schlimmer als gestern, denn heute waren wir die ersten auf der Strecke - noch vor den Moto3- und Moto2-Bikes", berichtet der Ducati-Pilot von der ersten Session des Tages. Im anschließenden dritten Freien Training wurden aufgrund besserer Verhältnisse die bisher schnellsten Runden des Wochenendes gedreht - so auch im Falle des MotoGP-Weltmeisters von 2006.

"Ich konnte im dritten Freien Training mehr attackieren und hatte nicht mehr so sehr das Gefühl, auf einem Dirt-Track unterwegs zu sein", grinst Hayden, der im heimischen Owensboro im US-Bundesstaat Kentucky auf dem losen Untergrund groß geworden ist und schiebt in Bezug auf die beeindruckende Flutlichtanlage des Losail International Circuit hinterher: "Die Ausleuchtung ist hier doch deutlich besser als auf den meisten Dirt-Tracks."

Als die Bedingungen im dritten Freien Training aufgrund der saubereren Piste besser wurden, kam Hayden mit dem harten Vorderreifen gut zurecht und plant, diesen auch im Rennen einzusetzen. Im Hinblick auf seine Herangehensweise an das dritte Freie Training gesteht der Ducati-Pilot: "Um ehrlich zu sein, betrachtete ich die Session wie ein Qualifying, denn es ist wichtig, den Sprung in Q2 zu schaffen."

Hayden spricht damit den neuen, zweigeteilten Qualifying-Modus an, der am Samstag Premiere feiert und gibt sich zuversichtlich: "Ich freue mich auf das Qualifying, denn für die Fans ist das eine tolle Sache. Ich hoffe, dann noch etwas zulegen zu können. Im Grunde war meine letzte Runde heute nicht schlecht, nur die Position ist nicht berauschend. Wenn wir in die richtige Richtung weiterarbeiten, ist im Qualifying vielleicht etwas möglich."

Als denjenigen Bereich, wo noch das meiste herauszuholen ist, stellt der US-Amerikaner wieder einmal "das Verhalten des Bikes am Kurveneingang" heraus. In diesem Zusammenhang verweist er auf die Tatsache, dass es gerade am Katar-Wochenende schwierig ist, die richtige Richtung beim Setup zu finden: "Die Bedingungen sind hier sehr wechselhaft. Bei starkem Wind lässt sich Bike schwer kontrollieren. Das macht es nicht einfach, einen Weg zu finden."

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel