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Rookie Bradley Smith ist mit seinem ersten Qualifying zufrieden © Tech 3

Bradley Smith erobert bei seinem MotoGP-Debüt einen Startplatz in der dritten Reihe - Im Rennen will der Brite in erster Linie lernen und Erfahrung sammeln

Rookie Bradley Smith (Tech-3-Yamaha) absolvierte in Katar sein erstes Qualifying in der Königsklasse. Bereits im dritten Freien Training am Freitag qualifizierte er sich direkt für Q2. Bei der entscheidenden Zeitenjagd hielt er den erfahrenen Ducati-Fahrer Nicky Hayden in Schach und zog Startplatz neun in der dritten Startreihe an Land. Smith setzte seine schnelle Runde schon im ersten Versuch, denn er hatte nur noch einen einzigen frischen weichen Hinterreifen zur Verfügung. Der Rückstand auf die Spitze betrug dabei 1,6 Sekunden.

Sein Fazit fällt durchwegs positiv aus: "Der Platz in der dritten Reihe ist besser als erwartet. Ich machte mir etwas Sorgen, dass es eventuell rückwärts gehen könnte. Ich wusste, dass Bradl sein Tempo erhöhen würde, aber da Nicky (Hayden; Anm. d. Red.) hinter mir war, war das ein Bonus für mich", ordnet Smith seine Leistung ein. "Ich hatte einen Reifen zur Verfügung. Das setzte mich etwas unter Druck, denn die anderen Fahrer fuhren zwei Versuche und die meisten wurden im zweiten Run schneller. Das wissen wir jetzt für die Zukunft."

Das lag auch bedingt am neuen Qualifying-Modus. "Wichtig war, dass ich am Freitag im dritten Freien Training in die Top 10 gekommen bin. Wir wollten aber nicht zu viele Reifen verbrauchen, mussten aber einen weiteren Reifen verwenden, damit ich sicher in den Top 10 war. Dadurch hatte ich heute nur einen neuen Hinterreifen zur Verfügung." Auf eine Runde ist Smith konkurrenzfähig, auch wenn er bisher nicht an die Zeiten seines Teamkollegen Cal Crutchlow herangekommen ist.

Nun liegt die Konzentration auf dem Rennen. "Morgen im Warmup will ich ein Gefühl für das Rennen bekommen, denn es wird wichtiger sein, dass ich mit vollem Tank mehrere Runden fahre, anstatt zwei Runden am Limit wie im Qualifying. Ich kann davon sicher etwas lernen, aber ich werde mich nicht um eine halbe Sekunde verbessern und zu Bautista vorkommen. Im Warmup müssen wir noch Veränderungen vornehmen, damit ich den anderen Jungs im Rennen folgen kann."

"Je länger ich ihnen folgen kann, desto besser wird es für mich sein, damit ich mehr lerne. Dann könnte ich in Austin wieder stärker sein." Smith will keine Bäume ausreißen, denn er hat einen Zweijahresvertrag in der Tasche. In erster Linie will er lernen und sich in Ruhe Schritt für Schritt steigern. "Wenn ich mir die Rundenzeiten ansehe, dann kann ich den Jungs vor mir nicht folgen. Die Ducati wird sicher langsamer werden, aber die Frage ist um wie viel. Ich glaube, dass er (Dovizioso; Anm. d. Red.) 1:55,1 Minuten nur über eine Runde fahren kann. Ob er zu mir zurückfällt, weiß ich auch nicht."

"Auch Bautista hat mit seiner Verletzung etwas zu kämpfen und man weiß nicht, wie es im Rennen aussehen wird. Das weiß ich von mir allerdings auch nicht, weshalb ich kein Ziel für das Rennen habe. Ich bin nur eine Rennsimulation in Malaysia gefahren." Deshalb nimmt sich Smith auch kein bestimmtes Resultat vor. "Ich möchte den Jungs so lange wie möglich nachfahren, einen vernünftigen Rhythmus fahren und keine Fehler begehen, damit ich so viel wie möglich lernen kann."

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