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Jorge Lorenzo strahlt: Erster Polesetter im Zuge des neuen Qualifying-Formats © Yamaha

Jorge Lorenzo zeigt sich von seiner eigenen Leistung im Katar-Qualifying überrascht und will von einer speziellen Strategie im Hinblick auf das neue Format nichts wissen

Genau wie im Vorjahr nimmt Jorge Lorenzo auch den Auftakt der MotoGP-Saison 2013 von der Pole-Position in Angriff. Der Unterschied: An diesem Wochenende in Katar griff zum ersten Mal der neue Qualifying-Modus, der einen 15-minütigen Kampf von zwölf Fahrern um die Startplätze in den ersten vier Reihen mit sich bringt.

Lorenzo erwies sich in dieser Disziplin nicht nur als der Schnellste, sondern auch der Cleverste. Im Unterschied zu seinem Yamaha-Teamkollegen Valentino Rossi oder auch MotoGP-Rookie Marc Marquez (Honda) war der amtierende Weltmeister bei seinem entscheidenden Versuch kurz vor Ablauf der Zeit allein auf der Strecke unterwegs. Unterdessen rieben sich die zu erwartenden Hauptgegner des Mallorquiners im Verkehr auf und hatten das Nachsehen.

Als nach 15 Minuten die Karierte Flagge geschwenkt wurde, hatte Lorenzo, der kurz vor Schluss eine Bestzeit von 1:54.714 Minuten auf die Bahn legte, stolze 0,2 Sekunden Vorsprung auf seinen schärfsten Verfolger: Yamaha-Markenkollege Cal Crutchlow aus dem Tech-3-Team. "Ich habe nicht damit gerechnet, auf die Pole zu fahren, denn Cals erste Runde war extrem schnell. Doch dann habe ich es noch einmal versucht, alles gegeben und es geschafft. Ich bin sehr stolz auf die Pole-Position", kommentiert Lorenzo zufrieden.

Vom neuen Qualifying-Modus zeigt sich der amtierende Weltmeister angetan: "Das neue Format ist ein voller Erfolg, denn es ist aufregender für die Fans und uns Fahrer erinnert es ein wenig an die alten Zeiten, als es noch spezielle Qualifying-Reifen gab." Ein Erfolgsgeheimnis will er sich nach der Premiere des neuen Modus aber nicht unbedingt zusprechen lassen. "Ich habe nicht so sehr über die Strategie und den Zeitpunkt des Hinausfahrens nachgedacht, sondern vielmehr darüber, von Platz eins losfahren zu wollen. Das ist immer mein Ziel und daran hat sich nichts geändert", grinst der Yamaha-Pilot.

Keine Angst vor starkem Pedrosa-Start

Sieht Lorenzo nach dem Ergebnis des Qualifyings nun Markenkollege Crutchlow als den größten Gegner für das Rennen am Sonntag an? "Das ist schwer zu sagen. Cal war am gesamten Wochenende schnell, aber Dani hat sich von Session zu Session gesteigert. Was Vale betrifft, so ist Startreihe drei sicher nicht die beste Ausgangsposition, aber ich bin sicher, er kann morgen eine Rolle spielen", gibt sich der Polesetter vorsichtig.

Vize-Weltmeister Pedrosa nimmt das Saisonauftaktrennen neben Lorenzo und Crutchlow aus Reihe eins in Angriff. Der kleingewachsene Spanier ist der anerkannt beste Starter im gesamten MotoGP-Feld. Macht sich Lorenzo Sorgen, im Rennen hinter Pedrosa auf der pfeilschnellen Honda steckenzubleiben? "Wenn es so kommt, muss sich einfach die perfekte Kurve finden, um Dani zu überholen", verweist der Yamaha-Pilot zum einen auf die Stärke der M1 in Kurvenfahrt und bringt zum anderen sein entscheidendes Überholmanöver vor genau zwölf Monaten in Erinnerung.

Soweit müsse es aber gar nicht kommen. "Wir müssen uns nun auf das Verhalten des Motorrads mit vollen Tanks konzentrieren", spricht Lorenzo das 20-minütge Warmup am Sonntag an und hält fest: "Es ist wichtig, einen guten Start hinzulegen. Mein Startversuch hat gut geklappt. Ich bin zuversichtlich, morgen gut von der Linie wegzukommen."

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