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Valentino Rossi möchte dem Motorrad-Sport erhalten bleiben - aber ohne Reisestress © Yamaha

Valentino Rossi macht sich schon so langsam Gedanken über das Leben nach der aktiven Karriere: Kinder und Ratschläge statt Reisestress und Motorrad-Spaß

Mit 34 Jahren und insgesamt neun WM-Titeln im Gepäck kann man schon so langsam an das zweite Leben nach der Motorsportkarriere denken. Der Italiener geht in seine mittlerweile 18. Saison in der Motorrad-Weltmeisterschaft, alleine in der höchsten Klasse (500ccm/MotoGP) verbringt Rossi sein 14. Jahr. Doch sein Karriereende hat der "Doktor" noch nicht im Hinterkopf - zumal er bei Yamaha noch einmal seinen zweiten Frühling erlebt bzw. erleben will.

Ein paar Details hat der 34-Jährige aber schon einmal für die Zeit danach abgesteckt: "Ich möchte Vater sein und eine Familie und Kinder haben. Wie es danach weitergeht, weiß ich noch nicht", so Rossi gegenüber 'Motor Cycle News'. Seine rechte Hand Alessio Salucci, genannt Uccio, hat ihm diesbezüglich schon etwas voraus, was Rossi auch ziemlich gut findet: "Ich bin sehr froh, dass Uccio Vater geworden ist. Er ist also mein Testfahrer (lacht; Anm. d. Red.). Ich versuche also, das mitzuverfolgen."

"Ich habe es aber nicht eilig", schiebt er ein. "Noch bin ich nicht bereit. Solange ich noch in der MotoGP fahre, kann ich warten." Doch neben dem Beruf des liebevollen Vaters will der Ex-Weltmeister auch etwas Handfestes machen, und nicht nur auf der heimischen Couch rumlungern. Und darüber gibt es sogar schon feste Pläne: "Wir arbeiten mit jungen Fahrern zusammen und gründen eine Organisation, die den jungen Fahrern hilft und das Management übernimmt, damit sie wachsen können."

"Wir geben ihnen Ratschläge und Hilfe. Das wird die Zukunft sein", so Rossi. In gewissem Sinne würde die MotoGP-Legende dem Sport also erhalten bleiben, ein Job als Teammanager käme für ihn aber eher nicht in Frage. "Ich weiß nicht, ob ich um die Welt reisen will, ohne ein Motorrad zu fahren. Das ist recht anstrengend", begründet er seine Gedankengänge.

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