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Ducati-Pilot Andrea Dovizioso fehlten am Freitag 2,2 Sekunden auf die Spitze © Ducati

Ducati-Werksfahrer Andrea Dovizioso ist mit dem Trainingsauftakt in Austin relativ zufrieden - Vom neuen CoTA hat der Italiener einen gemischten Eindruck erhalten

Andrea Dovizioso war auch beim Trainingsauftakt in Austin der schnellste Ducati-Vertreter auf Platz sieben. Der Rückstand auf Überflieger Marc Marquez (Honda) betrug 2,205 Sekunden. Wie alle anderen Fahrer auch, hatte der Italiener mit dem mangelnden Grip zu kämpfen. "Der Grip ist sehr entscheidend. Vom ersten zum zweiten Training wurde es deutlich besser. Nun müssen wir abwarten, wie es am Samstag und Sonntag wird." Dovizioso will aber nicht beurteilen, warum die Gripverhältnisse derart niedrig waren.

"Die Temperaturen waren in Ordnung. Ich weiß nicht, ob die Reifen oder der neue Asphalt Probleme machen, aber ich glaube es liegt daran, dass Bridgestone hier keine Erfahrung hat. Ich weiß es aber nicht zu 100 Prozent", will er niemandem die Schuld in die Schuhe schieben. Der Grip beeinflusste die Arbeit am Freitag wesentlich. "Der Grip hat sich vom ersten zum zweiten Training stark verbessert."

"Die Temperatur hat auch einen großen Unterschied ausgemacht. Alles hat sich verändert. Wir mussten die Getriebeübersetzung erneut verändern, und auch der Speed in der Kurve war höher. Ich glaube, dass wir auch morgen das Getriebe ändern müssen. Am Vormittag wird es vielleicht nicht so schnell werden, aber ich schätze, dass wir im Qualifying schneller als am Freitag fahren werden." Aus diesem Grund muss die Entwicklung des Motorrades Hand in Hand mit der Evolution der Strecke gehen. "Deshalb müssen wir konzentriert sein und mit den Veränderungen Schritt halten."

Trotz allem hat Dovizioso einiges lernen können: "Ja viel. Ich habe die Aggressivität am Kurveneingang verändert, dazu war die Geschwindigkeit in der Kurvenmitte höher. Das hat die Linie natürlich komplett verändert", erläutert der 27-Jährige. "Ich konnte aber nicht die gleichen Linien wie andere Fahrer nehmen. Der Rückstand ist aber nicht so groß, weshalb wir mit unserem Auftakt zufrieden sein können."

Im zweiten Freien Training gab es allerdings auch Schwierigkeiten mit der Desmosedici, denn "Dovi" rollte aus und lehnte das Motorrad hinter der Leitplanke an. Die Gründe dafür will er allerdings nicht verraten: "Das andere Motorrad hat sehr gut funktioniert. Leider haben wir dadurch einige Runden verloren, die an diesem Wochenende sehr wichtig sind. Es war kein großes Problem am Motorrad, wir hatten es nur nicht richtig vorbereitet."

An der Spitze gab Honda klar den Ton an. Marquez hat Dovizioso aber ohnehin auf dem Papier stehen. "Natürlich ist Marquez einer der Schnellsten. Abgesehen vom Test war er auch in Katar sehr schnell und er wird die komplette Saison über sehr schnell sein." Honda testete im März drei Tage lang ausgiebig in Texas. Im Nachhinein bewertet es Dovizioso nicht als großen Nachteil, dass Ducati diesen Test ausgelassen hat.

"Ich hatte diese Erfahrung schon bei Aragon gemacht, aber eigentlich ist es kein so großer Nachteil, wenn man im Vorfeld nicht testet. Auf dieser Strecke ist er vielleicht etwas größer, weil es ein spezieller Kurs ist. Natürlich, wenn man die Möglichkeit für einen Test hat, dann ist es immer besser. Unsere Motorräder schränken uns aber mehr ein als der Erfahrungsnachteil."

Nun hat der Ducati-Werksfahrer am Freitag seinen ersten Eindruck vom neuen "Circuit of The Americas erhalten. Sein Fazit fällt gemischt aus. "Die Charakteristik ist im Vergleich zu den übrigen Strecken sehr merkwürdig. Die Strecke ist aber schön zu fahren. Die Strecke sieht sehr schnell aus, aber das ist sie gar nicht. Okay, es gibt eine lange Gerade, aber in den meisten Kurven fährt man im ersten oder zweiten Gang. Das ist nicht sehr schnell."

"Trotzdem ist es eine besondere Strecke und es ist schön hier zu sein. Der mangelnde Grip hat natürlich viel beeinflusst, wie die Abstimmung und den Fahrstil. Ich konnte nicht mit der gewohnten Aggressivität fahren." Trotzdem freut sich Dovizioso auf die Austin-Premiere, denn er will auch dazu beitragen, dass die MotoGP in den USA populärer wird. "Natürlich will ich unserem Sport in Amerika helfen. Mir gefällt das Land auch sehr gut. Ich finde es gut, dass wir jetzt drei Rennen pro Saison hier haben. Amerika ist ganz anders als Europa."

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