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Nicky Hayden war am Freitag mit dem Handling der GP13 noch nicht zufrieden © Ducati

Nicky Hayden kam am Freitag in Austin nur schwer in Schwung - Rückstand durch den Testverzicht muss erst aufgeholt werden

Im Gegensatz zu den Werksteams von Honda und Yamaha hatte Ducati im Vorfeld des Grand Prix of The Americas auf Testfahrten auf der Strecke von Austin verzichtet. Diesem Rückstand fuhr Nicky Hayden am ersten Trainingstag hinterher. Mit einer Zeit von 2:07.699 belegte der US-Amerikaner lediglich Position neun. Der Rückstand auf Honda-Pilot Marc Marquez betrugt 2,668 Sekunden. "Wir wussten, dass es schwierig werden wird, nachdem die anderen Hersteller hier getestet und viel Daten gewonnen haben. Wir müssen aufholen und sind heute hoffentlich näher dran", sagt der 31-Jährige.

Ducati musste sich im Gegensatz zu den Yamaha- und Honda-Werksfahrern sowie Stefan Bradl (LCR-Honda) gestern erst eine Abstimmung für die GP13 erarbeiten. Das gelang nicht auf Anhieb: "Wir hatten ein Problem mit dem Hinterrad, und als wir das beheben wollten, haben wir zu viel Gewicht aufs Vorderrad verlagert", sagt Hayden. Auch eine neue Verkleidung wurde getestet: "Damit fällt das Einlenken leichter", so der Ducati-Pilot. "Ich bin aber nicht sicher, ob wir sie bei diesem Wind behalten, denn sie bietet dem Körper weniger Schutz."

Wie viele anderen Piloten, klagte auch Hayden heute über wenig Haftung auf der Stecke. "Der Grip sollte morgen besser sein", hofft er jedoch. "Außerdem kennen wir die Strecke besser. Die ersten Runden auf einer neuen, 'grünen' Strecke mit kalten Reifen waren ziemlich schwierig", erklärt der US-Amerikaner. Über die Herausforderungen des "Circuit of The Americas" (CoTA) sagt Hayden: "Das Einlenken ist ein wenig schwierig, weil es so viele Kurvenkombinationen gibt. Vor allem in den Esses ist das schwierig. Am Anfang ist noch alles okay, aber wenn sie enger werden, verliere ich viel Zeit. Was mir gefällt ist die neue Oberfläche ohne Bodenwellen."

Neben der vorletzten Kurve, der schnellen links-bergab, zählt vor allem die steil bergauf führende Kurve eins zu Haydens Lieblingsstellen: "Viele Leute werde sie nicht mögen, weil sie sehr langsam ist und im ersten Gang gefahren wird", glaubt der 31-Jährige. "Aber sie ist recht technisch und macht Spaß." Der Ducati-Pilot war im Vorfeld des Rennens einige Runden mit einem Straßen-Motorrad seines Herstellers auf der Rennstrecke gefahren, was ihm heute aber nur wenig nutzte.

"Ich wusste, wo es lang geht, aber die Jungs, die mit dem Roller um die Strecke gefahren sind, kennen das Layout ebenfalls", meint Hayden. "An einigen Stellen musste ich völlig vergessen, was ich auf dem Straßenmotorrad gemacht habe, denn das war völlig falsch." Befragt nach der Taktik für das Qualifying sagt der US-Amerikaner: "Wir haben noch nicht darüber entschieden, aber ich denke es wird wegen der Länge der Strecke auf zwei Runs hinauslaufen." Sorgen über zu viel Verkehr zu Beginn der 15-minütigen Session hat er nicht: "Zehn Leute werden sich auf über 3 Meilen Strecke schon verteilen", meint Hayden.

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