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Nicky Hayden hatte sich von seinem Heimrennen mehr erhofft © Ducati

Nicky Hayden konnte sich vor heimischer Kulisse nie in Szene setzen und ist frustriert - Er selbst konnte das Potenzial der Ducati nicht ausloten

Ex-Weltmeister Nicky Hayden hielt bei der Texas-Premiere der MotoGP die US-Flagge hoch und war im Ziel als Neunter der beste Lokalmatador. Die USA hat fahrerseitig eine große Geschichte in der Königsklasse, weshalb der Ducati-Pilot von seinem Ergebnis naturgemäß enttäuscht war. "Ich habe für das Rennen keine Wunder erhofft, aber natürlich hatte ich gehofft, dass es etwas besser laufen würde", meint Hayden. "Ich hatte einen vernünftigen Start. Dann unterlief mir ein kleiner Fehler und ich verlor einige Positionen."

"Dadurch verlor ich den Anschluss an jene Gruppe, in der ich mitfahren wollte. Ich kann damit nicht zufrieden sein. Es ist für das Heimrennen frustrierend, aber es wäre auch überall sonst frustrierend. Hoffentlich kann ich bei den nächsten beiden Rennen einen besseren Kampf liefern." Es war klar, dass Ducati auf dem CoTA keine Bäume ausreißen würde, doch hat Hayden Fortschritte gesehen? "Es ist natürlich schwierig, positive Punkte zu finden. Im Rennen war meine Pace viel besser als am restlichen Wochenende."

"Wir pokerten etwas bei der Abstimmung und sie war besser." Speziell der erste Streckenabschnitt war für Ducati schwierig: "In den S-Kurven hatte ich das komplette Wochenende zu kämpfen, weil ich die Richtung nicht wechseln konnte. Da hier die Kurven zusammenhängen, wurde es nur noch schlimmer und schlimmer. Ich bin mit meiner Performance an diesem Wochenende nicht zufrieden", sagt Hayden, der aus Kentucky stammt, enttäuscht. "Ich habe einfach keine Fortschritte geschafft. In den S-Kurven hätte ich es besser machen können, aber mir ist es nicht gelungen."

Wenigstens ist er einem Problem auf den Grund gekommen: "Wir haben herausgefunden was gestern im Qualifying passiert ist. Eine Felge war gebrochen. Deshalb hatte ich schon in Katar starkes Chattering. Wir dachten, dass es am Reifen lag. Wir hatten Glück, denn es waren schon zwei Speichen gebrochen. Jetzt wissen wir wenigstens woran es lag". Doch das brachte ihn nicht weiter nach vor. "Es wäre schön gewesen, wenn ich es in die dritte Startreihe geschafft hätte."

Im Gegensatz zu Hayden konnte sich Ducati-Neuling Andrea Dovizioso auch in Austin gut in Szene setzen und kam auf Platz sieben ins Ziel. "Er macht derzeit einen guten Job", lobt Hayden und kommentiert den Leistungsunterschied: "Wir haben das gleiche Motorrad und das gleiche Potenzial." Nun geht es weiter nach Jerez, wo in zwei Wochen der nächste Grand Prix stattfindet. "Wir müssen realistisch sein. Wir werden nicht über Nacht von Platz neun auf das Podium fahren, aber hoffentlich läuft es besser als hier. In Jerez haben wir schon getestet und es war besser. Hoffentlich läuft es dort besser."

Abschließend meint Hayden über den neuen "Circuit of The Americas": "Ich weiß nicht, ob es die beste erste Kurve der Welt ist, aber alle drei Klassen sind ohne Unfall durchgekommen. Wenn ich gewettet hätte, dann hätte ich Geld verloren. Die Strecke ist toll. Die erste Kurve ist auf dem Motorrad vielleicht etwas merkwürdig, aber das stört das gute Gesamtbild nicht."

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