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Nach vier Siegen in Folge musste sich Marc Marquez mit Platz zwei abfinden © Repsol

Trotz eines heftigen Sturzes im Warmup kann WM-Leader Marc Marquez in Silverstone den Vorsprung in der Fahrerwertung vergrößern

Nach der Pole-Position am Samstag war Honda-Werkspilot Marc Marquez auch für das Rennen in Silverstone der große Favorit. Doch am Vormittag stürzte der Spanier schwer und verletzte sich am Schlüsselbein. Dadurch musste der WM-Leader im Rennen mit Schmerzmitteln fahren. Nach einem spannenden Kampf mit Yamaha-Pilot Jorge Lorenzo musste sich Marquez in Großbritannien mit dem zweiten Platz zufrieden geben.

"Ich freue mich über die 20 Punkte, wenn man das Warmup bedenkt", bemerkt er. "Ich wusste nach dem Vormittag nicht, ob es weitergeht. Es war schmerzhaft, doch ich nahm ein paar Pillen und bekam Infusionen. Bei den Richtungswechseln fehlte mir die Kraft. Besonders wenn man von links nach rechts umlegen musste. Ich wollte Jorge nicht entkommen lassen. Wir hatten ein tolle letzte Runde. Ich wagte einen Versuch, doch dann ließ ich eine Lücke offen. Beide Räder rutschten. Doch ich bin trotzdem froh, weil ich das am Vormittag nicht erwartete. Wir konnten den Vorsprung auf Dani vergrößern."

"Zu Beginn waren die Schmerzen kein Problem. Am Ende war ich ziemlich geschafft. Meine Schulter war nicht stark genug. Doch selbst da konnte ich mithalten", fügt der Spanier hinzu und hält fest: "Dieser Kurs war einer, der Jorge und Yamaha liegt." In der Fahrerwertung ist Marquez' Vorsprung weiter angewachsen. "Wir liegen 30 Punkte in Führung. Jorge hat 39 Punkte Rückstand. Es gibt noch viele Punke zu holen", analysiert der MotoGP-Rookie. "Doch manchmal muss man Entscheidungen treffen. Man sah aber, dass ich meine Risikobereitschaft nicht geändert habe und immer pushe. Es war ein wichtiges Rennen."

Für den Sturz im Warmup kassierte Marquez zwei Strafpunkte. Da Cal Crutchlow direkt vor Marquez zu Boden ging, wurden gelbe Flaggen geschwenkt. Diese ignorierte Marquez offensichtlich. "Ich kann dazu nicht viel sagen. Ich habe nicht mit ihnen geredet. Sie meinten, dass die gelbe Fahne und die Fahne, die Öl signalisiert, geschwenkt wurden. Ich weiß, dass man besonders bei der gelben Flagge Tempo rausnehmen muss. Doch ich sah keine Flaggen und kann deswegen nicht viel dazu sagen", so Marquez.

"Ich denke nicht, dass Öl auf der Strecke war. Sie haben die Stelle nicht gesäubert und danach ging es normal weiter. Der Reifen war nicht warm genug und es gibt an dieser Stelle eine Bodenwelle. Die Daten zeigen, dass mein Bremspunkt haargenau dort war, wo er sonst auch war", berichtet der WM-Führende. "Es war am Vormittag ein bisschen kühl. Das war der Grund."

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