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Andrea Dovizioso stürzte, als er seine Verfolger abschütteln wollte © Ducati

Ducati-Pilot Andrea Dovizioso geht beim Rennen in Silverstone leer aus, nachdem er sich lange mit Nicky Hayden und Bradley Smith duellierte

Die Ducati-Piloten taten sich auch auf dem schnellen Kurs in Silverstone schwer. Andrea Dovizioso und Nicky Hayden kämpften gegen Bradly Smith (Yamaha) um die Plätze acht bis zehn. Dovizioso ging kurz vor Ende des Rennens zu Boden, nachdem er das Vorderrad seiner Desmosedici verlor. Dadurch konnte Teamkollege Hayden den achten Platz holen. In der Fahrerwertung ist "Dovi" durch den Nuller bis auf Platz acht zurückgefallen.

"Das mit dem Sturz tut mir leid. Ich bin in meiner Karriere nicht oft gestürzt. Deshalb ist es nicht schön, wenn es passiert", bedauert der Italiener. "Ich dachte, dass ich die Situation in dem Moment unter Kontrolle habe. Ich war nicht schnell genug, um eine Lücke herauszufahren. Bei uns ließen die Hinterreifen stark nach. Das war auch bei Nicky der Fall. Wenn man wenig Haftung hat, kann man nur schwer Positionen gutmachen. Deswegen wollte ich vorne fahren und mich aus den Zweikämpfen heraushalten."

"Sicher war es ein Fehler. Doch ich machte nichts anders. Wir sind aber immer am Limit. Wenn man eine andere Linie fährt, kann man ziemlich schnell die Front verlieren. Ich verlor die Front ziemlich unmittelbar. Es war eine Stelle, an der ich so etwas nicht erwartete. Ich konnte meinen Fehler nicht mehr retten, weil man an dieser Stelle wenig Druck auf dem Vorderrad hat, da man schon wieder am Gas ist", schildert Dovizioso.

"Wir pushten im Rennen hart und kämpften gegen Smith. Er verschliss seine Reifen sehr. Am Ende war er nicht besonders schnell", erklärt der Ducati-Pilot, der auch die Yamaha M1 gut kennt. "Wenn Smith von der Bremse ging, konnte er direkt einlenken und höhere Kurvengeschwindigkeiten fahren. Nicky und ich bremsten sehr hart und holten in den Bremszonen auf. Smith war schnell, konnte ab der achten Runde aber nicht mehr so gute Rundenzeiten fahren."

Dovizioso setzt seit einigen Rennen eine neue Motor-Spezifikation ein, die für eine bessere Fahrbarkeit sorgen soll. "Man sieht hier die Fahrwerks-Unruhe am Kurvenausgang ziemlich deutlich. Wir konnten uns durch diese Spezifikation ein bisschen verbessern", vergleicht er. Bis zum Rennen in Misano hat Ducati noch ein bisschen Zeit, die Performance der Desmosedici zu verbessern. Dovizioso konnte aber noch nicht genau sagen, ob er vor dem nächsten Rennen noch einmal in Mugello testen wird.

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