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Andrea Dovizioso war um 0,012 Sekunden langsamer als Michele Pirro © Ducati

Ducati-Werksfahrer Andrea Dovizioso probiert in Misano am Freitag einen neuen Auspuff aus - Es kümmert ihn nicht, dass Testfahrer Michele Pirro schneller war

Andrea Dovizioso startete das Wochenende bei seinem Heimspiel in Misano mit Platz acht am Freitag. Der Rückstand des Ducati-Werksfahrers betrug sieben Zehntelsekunden. Im Schnitt entsprach das dem "normalen" Defizit der Desmosedici, auch wenn in Misano durch die zahlreichen Testfahrten viel Erfahrung vorhanden ist. Das zeigte sich bei der Leistung von Ducati-Testfahrer Michele Pirro, der mit dem Pramac-Bike als Siebter der schnellste Ducati-Fahrer war. "Er hat hier viel getestet. Pirro ist schnell und ich freue mich für ihn."

"Vielleicht können diesmal die anderen Ducati-Fahrer mit uns im Rennen mitfahren. Vielleicht haben die Medien damit ein Problem, aber ich habe keines", sieht es Dovizioso locker. Und wie war sein Trainingstag? "Die Bedingungen sind anders als beim Test, weshalb das Gefühl auf dem Motorrad etwas anders ist. Beim Vorderrad sind Vibrationen aufgetreten. Das Gefühl war nicht so wie beim Test, aber die Rundenzeiten sind sich sehr ähnlich."

"Wie erwartet sind die Fahrer vor uns sehr schnell - 1:34 Minuten. Ich glaube, dass sie morgen eine Pace von unter 1:34 fahren können. Für uns ist das schwierig zu erreichen, aber ich will eine Pace von unter 1:35 fahren können. Es wird sicher schwierig, aber es ist nicht unmöglich." Zudem machte Dovizioso die gleichen Beobachtungen wie die Konkurrenz. "Am Nachmittag war der Grip etwas niedriger. Ich weiß nicht ob die anderen Fahrer auch dieses Gefühl hatten. Es war sehr schwierig die Rundenzeit zu verbessern."

"Diese Strecke ist schmal und langsam, weshalb man nicht unterschiedliche Linien fahren kann. Die Ideallinie ist sehr schmal. Wenn wir versuchen mehr Speed durch die Kurve mitzunehmen, dann kann das Vorderrad leicht wegrutschen." Außerdem war an Doviziosos Ducati ein neuer Auspuff montiert. Leistungsmäßig ist kein deutlicher Fortschritt zu spüren. "Ich bin bereits vor einiger Zeit einen Test damit gefahren, aber zum ersten Mal setzen wir ihn am Wochenende ein."

"Auf dieser Strecke spüre ich bei der Fahrbarkeit keinen Unterschied, aber der Sound ist anders. Das ist beim Fahren viel besser, denn der alte Auspuff war viel zu laut. Es ist besser, wenn man in maximaler Schräglage mit dem Gas spielt", so der Italiener. "Es war kein Problem, nur der Sound war sehr hoch und schmutzig. Es hat etwas irritiert." Über das neue Yamaha-Getriebe kann Dovizioso nichts sagen: "Ich bin nur eine Runde nachgefahren, aber ich war etwas über dem Limit, um eine kleine Veränderung wie das Getriebe feststellen zu können. Ich habe nur gesehen, dass Lorenzo sehr präzise und perfekt gefahren ist."

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