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Cal Crutchlow konnte am Freitag nicht mit den Spitzenpiloten mithalten © Tech 3

Kein Auftakt nach Maß: Cal Crutchlow beendet den ersten Trainingstag in Misano nur auf Position zehn - Armverletzung bereitet Probleme

Tech-3-Pilot Cal Crutchlow tat sich in Misano in den ersten beiden Freien Trainings schwer. Von der Form, in der sich der Brite in der ersten Saisonhälfte befand, ist er momentan weit entfernt. Eine Sekunde Rückstand bedeutete in der kombinierten Zeitenliste den zehnten Platz. Damit lag Crutchlow sogar hinter den Ducatis von Michele Pirro und Andrea Dovizioso und der ART von Aleix Espargaro.

"Wir haben ein paar Probleme. Doch grundsätzlich mangelt es am Vertrauen am Kurveneingang. Der Grip ist nicht so schlecht. Das geht allen so. Marc (Marquez; Anm. d. Red) ist beinahe gestürzt. Dovi ist beinahe gestürzt. Bradley (Smith) stürzte. Bradl stürzte ebenfalls. Es gibt nicht viel Haftung am Vorderrad. Ich wollte nicht stürzen und wurde deshalb nur Zehnter."

Der Arm des Briten sieht nach den Stürzen von Silverstone arg ramponiert aus. "Motorradfahrer sehen nie schön aus. Ich habe hier und da noch Flüssigkeit im Arm. Doch das war nicht der Grund, warum ich so langsam war", stellt Crutchlow klar, der die Verletzung aber nicht für die schwache Leistung verantwortlich macht. "Auf dem Motorrad ist es nicht so schlimm. Ich bin einfach schlecht gefahren. Dafür gibt es keine Ausreden."

"Ich war im vergangenen Jahr schneller, obwohl ich ein vermutlich schlechteres Motorrad fuhr. Sicher haben wir nicht das Seamless-Getriebe, doch das ist nicht der Grund für diesen großen Rückstand", schildert der Tech-3-Pilot. Eine Meinung wollte er zum neuen Yamaha-Getriebe nicht abgeben, da er ohnehin nicht damit rechnet, es in der laufenden Saison zu erhalten. Auf die Frage, was er von der Entwicklung hält, antwortet er: "Das finde ich in der kommenden Saison heraus, wenn ich die Ducati fahre."

Doch was muss sich ändern, damit Crutchlow am Samstag und am Sonntag wieder seine Form findet? "Ich brauche fünf gute Runden. Dann habe ich mein Vertrauen zurück. Doch momentan gelingt mir nicht einmal eine schnelle Runde", bedauert der Brite. "Ich möchte keine Ausreden suchen."

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