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Marc Marquez war der einzige Pilot, der eine 1:33er-Zeit fahren konnte © Repsol

Auch im dritten Freien Training kann sich Marc Marquez an die Spitze setzen - Beide Tech-3-Piloten müssen sich über Q1 für das finale Qualifying qualifizieren

Die Honda-Werkspiloten haben auch im dritten Freien Training zum Grand Prix von Misano den Ton angegeben. MotoGP-Rookie Marc Marquez war der einzige Fahrer, der unter 1:34 Minuten fahren konnte. Mit einer Zeit von 1:33.975 Minuten setzte sich Marquez an die Spitze. Eineinhalb Zehntelsekunden langsamer war Teamkollege Dani Pedrosa, der am Ende der Session in Kurve vier stürzte. Dabei blieb der Spanier aber unverletzt.

Yamaha hatte auch am Samstagvormittag einen kleinen Rückstand. Weltmeister Jorge Lorenzo verbrachte zu Beginn des Trainings viel Zeit in der Box, weil die Mechaniker an der Kupplung arbeiten mussten. Seit Misano setzen Lorenzo und Teamkollege Valentino Rossi das neue Seamless-Getriebe ein, mit dem die Schaltvorgänge schneller und sanfter erfolgen. Auf eine schnelle Runde machte sich das Update an der M1 aber noch nicht bemerkbar. Die größten Vorteile werden im Rennen erwartet.

Lorenzo hatte am Ende des dritten Freien Trainings als Dritter einen Rückstand von zweieinhalb Zehntelsekunden. Hinter dem Spanier folgte Teamkollege Rossi, der 0,382 Sekunden auf die Bestzeit verlor. Eine Steigerung gelang Ducati-Werkspilot Andrea Dovizioso. Der Nachfolger von Rossi lag weniger als eine halbe Sekunde zurück. Offensichtlich zahlte sich die Testarbeit von Ducati aus.

Die Positionen sechs und sieben gingen an die Honda-Satellitenpiloten Alvaro Bautista (Gresini) und Stefan Bradl (LCR). Überraschend stark präsentierte sich Pramac-Ducati-Pilot Andrea Iannone, der vor heimischem Publikum den direkten Einzug ins Q2 schaffte. Markenkollege Nicky Hayden gelang das ebenfalls. Und auch Aleix Espargaro (ART) kann sich den ersten Qualifying-Abschnitt sparen. Ducati-Testpilot Michele Pirro verpasste durch einen Sturz am Ende des Trainings die Chance, sich direkt für Q2 zu qualifizieren. War der Italiener am Vortag noch bester Ducati-Pilot, rutschte er in der kombinierten Zeitenliste bis auf Position elf zurück.

Enttäuschend war das, was die Tech-3-Piloten bisher in Misano ablieferten. Cal Cruchlow, der in der laufenden Saison bereits zwei Pole-Positions holen konnte, muss sich am Nachmittag erstmals durch Q1 für die finalen 15 Minuten des Qualifyings qualifizieren. Der Brite sucht nach wie vor nach einem besseren Gefühl. Durch die Stürze beim Rennwochenende in Silverstone fehlt Crutchlow das Vertrauen für seine Yamaha M1.

Und auch Teamkollege Bradley Smith muss am Nachmittag den Weg über das Q1 gehen, um sich für das Q2 zu qualifizieren. Der MotoGP-Neuling war nur minimal langsamer als Landsmann Crutchlow. Eineinhalb Zehntelsekunden trennte das Tech-3-Duo. Zweitbester CRT-Pilot war Danilo Petrucci (Suter-BMW) vom Ioda-Team. Doch auch Hector Barbera (FTR-Kawasaki) und Colin Edwards (FTR-Kawasaki) präsentierten sich bisher in Misano in guter Verfassung. Cardion-Pilot Karel Abraham saß am Samstagvormittag trotz großer Schmerzen auf seiner ART. Der Tscheche stürzte am Freitag erneut auf seine lädierte Schulter. Ob Abraham das Rennen durchhalten wird, ist aber noch nicht klar.

Direkt für Q2 qualifiziert:

Teilnehmer in Q1:

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