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Übungsstarts sind auf der Rennstrecke nur noch in definierten Zonen erlaubt © FGlaenzel

Die Grand-Prix-Kommission greift nach dem Zwischenfall von Silverstone durch und legt strengere Regeln für Übungsstarts auf der Rennstrecke fest

Der Zwischenfall aus dem Warmup der Moto2 in Silverstone, wo Dani Rivas am Ende der Trainingssitzung die Startübungen einiger Fahrerkollegen übersehen und auf diese aufgefahren war, hat Folgen. Auf Bitten der Rennleitung und der Sicherheits-Kommission der Motorrad-Weltmeisterschaft hat die Grand-Prix-Kommission mit sofortiger Wirkung strengere Regeln für Startübungen beschlossen. Nach Ende der Trainingssitzungen sind diese nur noch in einer festgelegten Zone auf der Rennstrecke zulässig.

Je nach Rennstrecke werden dabei im Vorfeld eine oder zwei Zonen festgelegt und den Teams am Mittwoch oder Donnerstag vor der Rennwochenende mitgeteilt. Der genaue Ablauf der Startübungen wird ebenfalls streng reglementiert und läuft nach folgendem Prozedere ab:

1. Nachdem am Ende der Trainingssitzung die schwarz-weiß-karierte Flagge geschwenkt wurde, wird ein Streckenposten am Rande der Strecke die Zone für die Startübungen anzeigen. Diese Zone wird sich abseits der Rennlinie, auf der entgegengesetzten Seite der normalen Rennlinie befinden.

3. Fahrer dürfen nur dann den Start üben, wenn kein anderes Motorrad vor ihnen steht. Der Fahrer, der in der Zone für die Startübungen am weitesten vorne steht, wird als Erster den Start üben, dann folgen die Fahrer hinter ihm.

5.Fahrer, die keinen Start üben möchten, dürfen auf der Rennlinie, also auf der entgegengesetzten Seite der Zone für die Startübungen, langsam weiterfahren.

Bisher durften die Piloten nach Ende der Trainingssitzung an einer beliebigen Stelle der Strecke den Start üben. In Silverstone war Rivas auf drei Motorräder aufgefahren, die zu diesem Zweck auf der Strecke standen. Der Spanier war dafür für zwei Rennen gesperrt worden. "Das war für alle Fahrer ein gefährlicher Moment", bewertet auch MotoGP-Pilot Marc Marquez den Zwischenfall, "aber vielleicht wäre ein Rennen (Sperre) auch genug gewesen."

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