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Marc Marquez fuhr am Freitag in Aragon an die Spitze © FGlaenzel

Marc Marquez fährt auch zum Auftakt in Aragon an die Spitze, fühlt sich auf dem Motorrad aber noch nicht hundertprozentig wohl - 2014 teilweise neue Crew

WM-Spitzenreiter Marc Marquez gab auch zum Auftakt in Alcaniz das Tempo vor. Im zweiten Freien Training der MotoGP zum Großen Preis von Aragonien fuhr der Honda-Pilot in 1:48,987 Minuten die schnellste Zeit des Tages und blieb als einziger Pilot unter der Marke von 1:49 Minuten. Stefan Bradl (LCR-Honda) hatte als Zweiter aber nur einen Rückstand von 132 Tausendstelsekunden auf den Spanier.

Der zog nach dem Training ein positives Fazit, ist aber noch nicht wunschlos glücklich: "Der Tag war nicht so schlecht. Das Gefühl war nicht so schlecht, aber noch nicht perfekt", so Marquez. "Beim Test in Anschluss an das Barcelona-Rennen war der Grip besser. Der Asphalt scheint rutschiger zu sein." Durch den Test im Juni ist der 5,078 Kilometer lange Kurs im Motorland Aragon eine der wenigen Strecken im Kalender, auf der Marquez bereits mit dem MotoGP-Motorrad gefahren ist.

Dies ist aus seiner Sicht aber nur ein kleiner Vorteil: "Wir haben mehr Daten, aber hier in Aragon haben wir für Deutschland getestet. Diese Basis hat aber auch auf anderen Strecken gut funktioniert." Allerdings sieht der 20-Jährige für den Samstag noch Steigerungspotenzial. "Wir müssen die Abstimmung anpassen, weil ich Schwierigkeiten mit dem Gefühl für das Vorderrad habe. Morgen wollen wir einen weiteren Schritt machen, um auf der sicheren Seite zu sein."

Welchen Stellenwert der Rookie im Werksteam von Honda mittlerweile hat, zeigt sich an der Tatsache, dass sich Marquez bereits aktiv in die Personalpolitik des Teams einmischt. Auf seinen ausdrücklichen Wunsch stoßen 2014 drei Mechaniker seines früheren Teams Monlau zu seiner Crew, die momentan noch das Motorrad seines Bruders Alex in der Moto3 betreuen. "Ich wollte sie schon in diesem Jahr ins Team holen, denn ich bin ein Fahrer, der sich im Team wie in einer Familie fühlen möchte."

Diese Entscheidung richte sich jedoch keinesfalls gegen seine bisherigen Mechaniker, wie Marquez ausdrücklich betont: "Meine jetzigen Jungs sind sehr professionell, aber zu den anderen habe ich teilweise schon seit fünf Jahren ein enges Verhältnis. Sie sind auch sehr professionell. Daher habe ich Honda darum gebeten, sie ins Team zu holen", so Marquez. "Es war mein Traum, mit diesem Team zu arbeiten."

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