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Der Wechsel des Reifenherstellers dürfte die Kräfteverhältnisse ändern © Repsol Media

Bereits beim Nachsaisontest in Valencia könnten Marc Marquez, Valentino Rossi und Co. erste Erfahrungen mit den neuen Reifen sammeln

Ende der kommenden Saison geht die Ära Bridgestone vorerst zu Ende. Michelin kehrt ab der Saison 2016 wieder zurück und rüstet die MotoGP-Piloten mit Reifen aus. Es darf erwartet werden, dass sich die neuen Reifen im Vergleich zu den Bridgestone-Reifen in Konstruktion und Mischung deutlich unterscheiden. Und auch das Format ist nicht in Stein gemeißelt: Es ist gut vorstellbar, dass Michelin auf das bei Straßenmotorrädern verwendete 17-Zoll-Format wechselt, um die Erkenntnisse besser für die Serienproduktion anwenden zu können.

Bereits nach dem Saisonfinale in Valencia könnte der erste Test mit Michelin-Reifen stattfinden. Im Regelbuch ist ein Test mit Reifen, die nicht von Bridgestone kommen, aber momentan nicht gestattet. "Ich beschäftige mich bereits mit Änderungen der Testvorschriften für die kommende Saison, um Michelin Tests mit den aktuellen Fahrern und den aktuellen Motorrädern zu ermöglichen", bemerkt Renndirektor Mike Webb im Gespräch mit 'Motor Cycle News'.

"Es ist klar, dass sie ein volles Jahr benötigen, um ihre Vorgaben zu erfüllen. Ich gehe davon aus, dass sie bis zum Test in Valencia die ersten Reifen fertig haben", fügt Webb hinzu, der schnellstmöglich die Regeln anpassen möchte. "Bridgestone ist der offizielle Reifenlieferant. Momentan darf niemand andere Reifen verwenden. Das müssen wir mit Bridgestone verhandeln."

"Der Gedanke der Testvorschriften war, dass die Werksteams mit den großen Budgets nicht 24 Stunden pro Tag testen", verteidigt Webb die aktuellen Regeln. "Das müssen wir beibehalten. Gleichzeitig müssen wir Michelin eine vernünftige Chance geben, mit den aktuellen MotoGP-Maschinen zu testen", so der MotoGP-Renndirektor.

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